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Berichte aus dem
Biathlonbereich 2005
Hier haben wir für
Sie ausgewählte Berichte aus den Pressemitteilungen und dem Pressespiegel
zusammengestellt.
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Gäubote - Lokalsport:
17.06.2005
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Schießender
Leichtathlet oder laufender Schütze? Der Herrenberger Jochen
Gillich vereinigt beide Sportarten in sich
GB-Foto:
Holom |
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Leichtathletik und
Schießen - Herrenberger Jochen Gillich unternimmt vor dem
Altstadtlauf noch erste Schritte im Sommerbiathlon
Ungewöhnlich: Läufer mit Schießausbildung
VON
JOCHEN
KLINGOVSKY |
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Zumindest einmal pro Woche fährt
Jochen Gillich tagsüber nach Bondorf. Zum Mittagessen bei
seiner Oma. Dort lässt es sich oft auch sein Onkel Wilfried
Fett schmecken. Weil Jochen Gillich ambitionierter Läufer,
Wilfried Fett treffsicherer Schütze und Sport deshalb bei
den beiden immer ein Thema ist, kamen sie eines Tages auf
Sommerbiathlon zu sprechen. Die Vereinigung ihrer beiden
Disziplinen. Als danach im „Gäubote" ein Artikel über den
Ammerbucher Walter Johnen erschien, nahm Jochen Gillich
Kontakt zu dem mehrfachen Deutschen Schützen-Meister und
aktiven Läufer auf. Das Ergebnis: Am Samstag startet der
Herrenberger erstmals bei einem Sommerbiathlon, was so
überraschend nicht ist: Kaum einer hat bessere
Voraussetzungen als der Leichtathlet, der einst seine viel
versprechende Laufbahn als Schütze wegen eines Sehfehlers
abbrechen musste. Denn ehrgeizig ist Jochen Gillich immer:
„Wenn ich an den Start gehe, will ich auch gewinnen."
Das
war schon früher so, als der
Bondorfer in seinem Heimatort mit elf Jahren mit dem
Luftgewehr zu schießen begann. Ein gutes Dutzend Medaillen
hat er bei Kreismeisterschaften abgeräumt, war
Bezirksmeister und zusammen mit seinen
Team-Kollegen Sven Maier (später Chef des SV Bondorf) und
Torsten Herbstreit Landesmeister sowie DM-Sechster im
Luftgewehr-Dreistellungskampf. Jochen Gillich gehörte
dem Bezirkskader an, nahm an vielen Lehrgängen teil. Doch
vor zehn Jahren war es vorbei mit der Schießerei. Im Zentrum
des rechten Auges, mit dem er zu zielen pflegt, bildete sich
auf der Netzhaut ein blinder Fleck. Irgendwann hat Jochen
Gillich die Scheibe nicht mehr genau, sondern nur noch
leicht verschwommen gesehen. Zehner zu treffen, war so nicht
mehr möglich. „Und medizinisch", sagt Jochen Gillich, „ist
nichts zu machen gewesen."
Zehn Kilo zu viel gewogen
Also stellte er das Gewehr in die Ecke und seine sportlichen
Ambitionen ein. Der selbstständige Vermessungsingenieur
legte in der Freizeit die Beine hoch. Bis er irgendwann das
Gefühl hatte, zehn Kilo zu viel auf den Rippen zu haben.
Also stieg er in seine Joggingschuhe und ins Lauftraining
ein. Langsam zunächst, auf niedrigem Niveau. Doch obwohl er
weiterhin 30 Zigaretten pro Tag rauchte, lief er schon nach
einem Jahr den Leinfeldener Schönbuch-Marathon in 3:30
Stunden: „Mit meiner Lunge war das doch ganz ordentlich."
Es
wurde deutlich, dass die Anlagen für einen guten Läufer
vorhanden sind, der Ehrgeiz war es (noch)
nicht. Zwei Jahre ließ es Jochen Gillich ruhig angehen, dann
bereitete er sich sechs Monate auf den
Bodensee-Marathon vor, den |
er
nach 30 Kilometern aufgeben musste. Das hat dem Herrenberger
gar nicht geschmeckt. Er hörte mit dem Rauchen auf - und
fing richtig an zu trainieren. Vier bis fünf Einheiten sind
es derzeit pro Woche, 80 Kilometer kommen da zusammen. Und
auf dem Rennrad oder im Freibad oft noch ein paar dazu.
„Laufen ist zu meiner Leidenschaft geworden", sagt Gillich,
„und seit ich nicht mehr rauche, hat sich auch die Leistung
entwickelt."
In
der Tat, inzwischen gehört der 33-Jährige
zweifelsohne zu den schnellsten Läufern im Gäu. Schon im
zweiten Marathon blieb er unter drei Stunden, gewann heuer
den Dieffenbach-Lauf und wurde 2004 Dritter der Altersklasse
M30 im Schönbuch-Cup - durchaus imposante Ergebnisse,
schließlich bestreitet Jochen Gillich erst seine zweite
Saison als ambitionierter Wettkämpfer.
Schießen verlernt man nicht
Deshalb wäre es auch nicht weiter verwunderlich, wenn es
fortan zudem noch im Sommerbiathlon Erfolge geben würde.
Schließlich meinte auch Experte Walter Johnen nach dem
ersten Probetraining: „Endlich mal ein Läufer, der eine
Schießausbildung hat." Und Jochen Gilich
sagt über sich: "Schießen kann ich, das verlernt man genauso
wenig Rad fahren." Auch der Sehfehler schmerzt nun
nicht mehr. Denn beim Biathlon muss die Scheibe anvisiert
werden, nicht eine möglichst hohe Ringzahl. ,Ein
Sportschütze muss ganz exakt treffen", erklärt Jochen
Gillich, „im Biathlon muss es im Liegend-Anschlag eine
sichere Acht sein, im Stehend-Anschlag eine sichere Vier.
Ein Sportschütze lächelt darüber." Weil die Sehschwäche ihn
bei diesen Anforderungen nicht behindert, hat Jochen Gillich
„nur" dasselbe Problem wie alle anderen Biathleten auch: Bei
Puls 180 das Gewehr möglichst ruhig zu halten.
Im
Training klappt dies schon ganz gut, morgen bestreitet der
Herrenberger nun seinen ersten Testwettkampf: Außer
Konkurrenz, bei der Bezirksmeisterschaft in Dornhan-Weiden.
Zwei Wochen später findet dort die Landesmeisterschaft
statt, für die sich Jochen Gillich einiges vorgenommen hat.
Er wird im Sprint über fünf Kilometer und im Massenstart
über sieben Kilometer dabei sein - und hat für einen Neuling
hohe Ziele: „Ich will zumindest eine Medaille holen." Sein
Optimismus gründet sich auf die Kombination, Schütze und
Läufer gleichermaßen zu sein - denn das ist höchst
ungewöhnlich.
Wie
es gelaufen ist bei seinem ersten Sommerbiathlon, das wird
Jochen Gillich am Sonntag in Herrenberg erzählen.
Beim Altstadtlauf startet er für Tria Kayh. Dann aber ohne
Gewehr. |
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Gäubote - Lokalsport:
17.06.2005
Leichtathletik und Schießen
Sommerbiathlon bald auch in Bondorf? |
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(gb) -
Premiere für Bondorfs Schützenverein: Bei den Meisterschaften des
Schützenbezirks Schwarzwald-Hohenzollern am
Wochenende in Dornhan-Weiden startet mit Jochen Gillich erstmals ein
Bondorfer Sportschütze im Sommerbiathlon. Und die Bondorfer sind
zuversichtlich, für diese Disziplin in ihrem Verein weiteres
Interesse wecken zu können.
Der
ehemalige Bondorfer Sportleiter Wilfried Fett hatte schon vor 25
Jahren die Idee, das sportliche Schießen im Sommer mit einer anderen
Sportart zu kombinieren - zusammen mit benachbarten Schützenvereinen
wurde damals „Fahr Rad und Schieß" aus der Taufe gehoben, allerdings
mehr als lockere Familienausfahrt konzipiert und heute noch sehr
beliebt.
Angetan vom
Publikumserfolg des klassischen Winterbiathlons hatte sich auch der
Deutsche Schützenbund (DSB) als viertgrößter Sportverband in
gleicher Richtung Gedanken gemacht und später Sommerbiathlon als
offizielle Wettkampfdisziplin aufgenommen: Hier wird ohne Skier
gelaufen, ansonsten basiert das DSB-Regelwerk auf den Regeln der
internationalen Biathlon-Union (IBU). Nach verhaltenem Start findet
diese Disziplin immer mehr Anhänger - nicht zuletzt auch deshalb,
weil die Laufwettbewerbe in jüngster Zeit großen Zuspruch finden.
Der
Bondorfer Schützenverein ist deshalb zuversichtlich, für diese
Disziplin auf Resonanz stoßen zu können - mit der jüngst etablierten
und stark expandierenden Bogensportgruppe hat der Verein ja schon
gute Erfahrungen gemacht. Die gerade ausgetragenen
Dorfmeisterschaften im sportlichen Schießen haben ein großes
Potenzial an Talenten aufgezeigt - „da ist doch bestimmt der eine
oder andere Läufer dabei, der beides kombinieren möchte", sagt das
Ehrenmitglied Wilfried Fett. |
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Gäubote - Lokalsport:
20.06.2005
Sommerbiathlon - in Dornhan
Zwei „Titel
a. K." für Gillich bei Premiere
(gb) -
Guter Dinge, aber doch etwas nervös, ging Jochen Gillich in seinen
ersten Wettkampf im Sommerbiathlon. Dabei bewies der Herrenberger
sein großes Potenzial: Er gewann bei der Bezirksmeisterschaft im
Schützen-Bezirk Schwarzwald-Hohenzollern gleich zwei Rennen.
Der Sprint
über fünf Kilometer wurde gleich zum „Showdown" der Läufer. Ein
Kontrahent von Jochen Gillich übernahm sofort nach dem Start die
Spitze, ging mit enorm hohem Tempo in die erste, zwei Kilometer
lange Schleife: „Ich war etwas überrascht, glaubte ich doch, der
stärkste Läufer im Feld zu sein." Doch der Schützenverein
Trochtelfingen hatte kurzfristig einen 400-Meter-Läufer für den
Sommerbiathlon gewonnen. Und Daniel Hummel, mit 48,9 Sekunden
aktuell Sechster der baden-württembergischen Bestenliste, legte
richtig flott los. Mit Problemen und mit Puls nahe der 190er-Marke
blieb Jochen Gillich bis kurz vor dem Schießstand an dem schnellen
Kurzstreckler dran. Die 2000-Meter-Schleife absolvierten die beiden
deutlich unter sieben Minuten. Beim Schießen fiel die
Vorentscheidung: Der Trochtelfinger setzte alle fünf Schüsse
daneben. Trotz des hohen Pulses kam Jochen Gillich mit zwei
Fehlschüssen im Liegendschießen davon, was zwei Strafrunden zu je
100 Meter bedeutete. Diese 300 Meter Vorsprung auf den Kurzstreckler
baute der Herrenberger danach noch aus, konnte sich im
Stehend-Anschlag weitere drei Strafrunden erlauben und siegte
trotzdem mit zwei Minuten Vorsprung in 24:28,3.
Nachmittags
stand der Massenstart über sieben Kilometer an. Ohne Daniel Hummel,
der nach eigener Aussage „total platt" war. Daher durfte Jochen
Gillich das zweite Rennen relativ gelassen angehen, er plante
weitere Experimente im Schießstand. Die beiden Liegend-Anschläge und
den ersten Stehend-Anschlag schoss der 33-Jährige weiter mit einem
Puls jenseits der 160er-Marke, was ihm wiederum ein desolates
Ergebnis einbrachte. Acht Fehler bei 15 Versuchen sorgten für 800
Meter Laufstrecke mehr. Erst im letzen Schießen nahm Jochen Gillich
das Tempo vor dem Schießstand heraus. Mit rund 130 Herzschlägen pro
Minute ließ er alle fünf Klappscheiben kippen: „Endlich das
gewünschte Ergebnis." Auch in diesem Wettkampf war ihm von den
läuferisch schwächeren Schützen der Sieg in 36:39,5 Minuten nicht zu
nehmen.
Da der
Herrenberger aus dem Schützen-Bezirk
Stuttgart kommt, verliehen ihm die Offiziellen des Bezirks
Schwarzwald-Hohenzollern kurzerhand den Titel „Bezirksmeister a. K."
und ehrten ihn mit zwei Goldmedaillen und Urkunden. Das Fazit von
Jochen Gillich: „Ich habe läuferisch überzeugt. Am Schießstand muss
ich mich aber noch deutlich verbessern. 50 oder 60 Prozent
Trefferquote sind zu wenig." Bei den Landesmeisterschaften in zwei
Wochen wird er wohl seine Taktik ändern und vor den Schießeinlagen
deutlich das Lauftempo reduzieren - was einem Vollblutläufer
allerdings ziemlich schwer fallen dürfte. Seine Zeiten hätten
übrigens bei den letztjährigen Landesmeisterschaften, die auf exakt
dieser Strecke stattfanden, zu Silber und Bronze gereicht. |
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Schwarzwälder Bote - Lokalteil Freudenstadt:
29.06.2005
Konkurrenz wird immer härter
Sommerbiathlon: Landesmeisterschaft in Weiden
/ Vier Schießeinlagen |
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Die
Vorbereitungen auf die Landesmeisterschaften im Sommerbiathlon am
Sonntag, 3. Juli, Im Biathlonzentrum Dornhan-Weiden
laufen auf Hochtouren.
Über 80 Teilnehmer aus ganz Württemberg sind
für diese Veranstaltung gemeldet. Spannende Wettkämpfe bei den
Herren und den Junioren sind schon durch die jeweiligen
großen Starterfelder garantiert, zumal darin
ein Teil der Deutschen Top-Ten vertreten sind.
Mit Jochen
Gillich aus Herrenberg erhält in diesem Jahr
auch Dauersieger Alexander Ihler einen harten
Konkurrenten, da beide Berglaufspezialisten sind.
Mit von der Partie sind aus einheimischer Sicht die Bezirksmeister
Daniel Hummel und Jochen Roth, der erstmals
in der Herrenklasse startet. |
Zunächst wird
um 10 Uhr der Sprint gestartet. Im 30
Sekunden-Rhythmus werden alle Teilnehmer auf die Strecke geschickt.
Es sind je nach Altersklasse bei zwei
Schießeinlagen zwischen vier und fünf Kilometern zu laufen.
Der
Massenstart erfolgt um 14 Uhr. Dabei werden maximal 20 Teilnehmer
gleichzeitig auf die Strecke geschickt. Die Lauf-Distanz
beträgt sechs bis sieben Kilometer bei vier Schießeinlagen.
Die
Meisterschaft in Weiden ist zugleich die Qualifikation für die
Deutschen Meisterschaften in Altenberg. Der Landesreferent Rainer
Roth hofft sich auf viele Qualifikanten aus dem "Ländle",
um den dritten Medaillenplatz der Württemberger vom Vorjahr noch zu
verbessern. |
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| Gäubote - Lokalsport:
05.07.2005
Sommerbiathlon - Gold
und Silber: Herrenberger Jochen Gillich bei Landesmeisterschaft stark
Gleich zwei
Medaillen für den Neuling |
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(gb) - An
zwei Wettkämpfen nahm Jochen Gillich bei der Landesmeisterschaft im
Sommerbiathlon in Dornhan-Weiden teil: Der Herrenberger startete im
Sprint über fünf Kilometer und im Massenstart über sieben Kilometer -
und war enorm erfolgreich. Er holte sich je eine Gold-
und Silbermedaille.
Nach seinem
erfolgreichen Debüt bei der Bezirksmeisterschaft vor zwei Wochen war
Jochen Gillich mit hohen Erwartungen in die Titelkämpfe gegangen.
Diesmal erwartete ihn jedoch mit Alexander Ihler der sechsfache
Württembergische Meister und Vierte der Deutschen Meisterschaften 2004:
Dem Herrenberger war klar, dass der aus Isny stammende Bergläufer auf
der Strecke überlegen sein würde: „Ich musste also mein Heil im Schießen
suchen."
Der Sprint
wurde im 30-Sekunden-Abstand gestartet. Ihler hatte dabei den Vorteil,
nach Gillich auf die Strecke zu gehen und sich an dessen Zeiten
orientieren zu können. Der Herrenberger entschloss sich, nach alter
Läufermanier ohne Rücksicht aufs Schießen „volle Pulle" zu gehen. Beim
ersten Liegend-Anschlag erwies sich diese Taktik als richtig, er verließ
den Schießstand mit null Fehlern. Der Titel schien nahe. Doch war Jochen
Gillich auf der zweiten Zwei-Kilometer-Schleife nicht über die
Schießergebnisse seines Konkurrenten unterrichtet. Er hatte bereits drei
Strafrunden drehen müssen. Weiter mit Puls 180 kam der Neuling zum
zweiten Schießen im Stehend-Anschlag - und leistete sich „völlig
indiskutable" vier Fehler. Vier je 100 Meter lange Strafrunden waren die
Folge. Das kostete ihn den Sieg. Rund eine Minute nahm ihm Alexander
Ihler (ebenfalls insgesamt vier
Strafrunden) ab. Die anderen |

Flott unterwegs und zielsicher: Sommerbiathlet Jochen Gillich
GB-Foto: gb
Gegner, unter
ihnen der Deutsche Junioren-Meister Jochen Roth, glänzten zwar mit
besseren Schießergebnissen, verloren aber auf
der Laufstrecke Zeit. „Mit Silber im Sprint", meinte Jochen Gillich,
„hatte ich nach dem ersten Wettbewerb bereits mein Minimalziel erfüllt."
Im Sieben-Kilometer-Massenstart am Nachmittag übernahm Alexander Ihler
sofort die Führung. Dem Herrenberger war klar, dass er das Tempo
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nicht würde mitgehen können. Er wollte kontrolliert laufen und
seinen Gegner diesmal im Schießstand bezwingen. Auf der ersten
Schleife verlor er 25 Sekunden. Als er im Schießstand eintraf, hatte
der Führende bereits die Waffe im Anschlag. Jochen Gillich schoss
konzentriert null Fehler im Liegend-Anschlag und war über
die vier Fehler seines Gegners überrascht. Aus
100 Metern Rückstand wurden 300 Meter Vorsprung. Durch enormes Lauftempo
und mittelmäßiges Schießen des Außenseiters (drei Fehler im zweiten und
zwei Fehler im dritten Schießen) schloss der Seriensieger der letzten
Jahre aber kurz vor dem vierten Schießen wieder auf. Jochen Gillich
raffte nochmals alle Konzentration zusammen und glänzte mit null
Fehlern. Sein Gegner verlor, wohl auf Grund seines hohen Lauftempos, die
Ruhe und musste alle fünf Klappscheiben stehen lassen. Das war der Sieg
für den Herrenberger. Die letzten Kilometer ging er mit Genuss an und
holte den Landesmeistertitel für den Schützenverein Bondorf. Für
Alexander Ihler war es die erste Niederlage auf Landesebene überhaupt.
„Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt", meinte Jochen Gillich, „ich
habe 19 Jahre nach meinem bisher einzigen Landesmeister-Sieg wieder
einen Titel nach Bondorf geholt." Zudem würden seine Leistungen zum
Start bei der Deutschen Meisterschaft in Altenberg (Sachsen)
berechtigen. Doch er kann sein Startrecht nicht wahrnehmen, da er an
diesem Wochenende einen Start für seinen Leichtathletik-Verein VfL
Ostelsheim bei der Württembergischen Mannschafts-Meisterschaft schon vor
Monaten fest zugesagt hat: „Die sportliche Fairness gebietet es, dass
ich nun meine Teamkameraden nicht im Stich lasse und auch antrete.
Immerhin stehen wir nach zwei von vier Läufen auf dem zweiten Platz und
haben noch Chancen auf den Sieg. Nächstes Jahr
werde ich mir die Biathlon-Termine rechtzeitig notieren." |
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