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Der Schützenverein
von 1928 bis 2008
Eine Zusammenstellung von Wilfried Fett
Bondorf im Künstlerblick
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"Bild des Monats"
   

 

...und hier unser

 

Pressespiegel

 

Gäubote - Lokalsport: 1.4.99

Schießen - Kleinkaliber

Neuer Vereinsrekord durch Bondorfs Erste

(khb) - Daß im ersten Sommerrundenkampf der Bondorfer Kleinkaliberschützen gleich ein Vereinsrekord fällig wird, das hätte wohl niemand erwartet. Alle Bondorfer Wertungsschützen schossen beim 83O:818 in der Bezirksklasse bei Sommenhardt 1 an ihrem Limit. Sven Maier war mit seinen 261 Ringen nicht zufrieden. Albert Biesinger bemängelte zwar sein Stehend-Ergebnis, kam aber trotzdem noch auf insgesamt 271 Ringe. In der Wertung  waren die Bondorfer Sylvia Fett mit 275 Ringen, die einen Tag zuvor im Bezirkspokal noch 384 Ringe mit dem Luftgewehr erzielt hatte. Die Schülerin Katharina Wacker schaffte sehr gute 276 Ringe und der Deutsche Jugend-Vizemeister Christoph Wacker traf 279 Ringe. Fazit: Die Bondorfer hatten keinen Star, aber ein vorzügliches Team. Auch die zweite Mannschaft gewann, sie besiegte in der Kreisklasse den stärker eingeschätzten Gegner Weil 1 überraschend mit 745:732. In der Wertung waren Alex Heß (232), Daniel Adis (256) und Markus Öhrlich (257).

Gäubote - Lokalsport: 14.4.99

Schießen - Freie Pistole

Bondorfs Erste mit gutem Ergebnis

(khb) - Auf Landesebene wird die Sommerrunde mit der Freien Pistole ausgetragen. Bondorf I ist in der Gruppe A eingeteilt und Öschelbronn II in der Gruppe B. Die Öschelbronner Zweite bot mit 713 Ringen im direkten Aufeinandertreffen zwar eine gute Leistung, konnte damit aber die an diesem Tag in vorzüglicher Form schießende erste Bondorfer Mannschaft nicht gefährden. Manfred Famula mit 248 Ringen war bester Öschelbronner. Bei Bondorf erreichten Karl Erbele 234 Ringe, Hartmut Eue 248 Ringe und Fritz Kienzle gute 260 Ringe. Tagesbester des Wettkampfs war Lothar Killinger mit insgesamt 262 Ringen. Trotz dieser sehr guten Mannschaftsleistung wird es schwer für die Bondorfer Erste, sich in der A-Gruppe zu halten, schießen in dieser Klasse doch auch die württembergischen Eliteschützen, Deutsche Meister, Europameisterschafts- und Weltmeisterschafts-Teilnehmer. Für die Öschelbronner Zweite war es ein guter Einstand in der Gruppe B.

Gäubote - Lokalsport: 27.4.99

Schießen - SV Bondorf

Der CVJM wiederholt seinen Vorjahressieg

(gb) - Melderekord bei den Bondorter Dorfmeisterschaften im Schießen: 19 Teams zeigten Interesse und mit der CVJM setzte sich der Vorjahressieger mit 446 Ringen durch. Auf den weiteren Plätzen folgten ,,Zoobedarf Feikis" (443) und der auf dieselbe Ringzahl gekommene Verein für Vogelschutz und Vogelzucht. Als beste Frauen-Mannschaft erreichte der Liederkranz Bondorf mit 421 Zählern Position sechs. Bei dem von Sportleiter Sven Maier organisierten Wettbewerb holten sich gleich drei Schützen den Titel im Kleinkaliber-Gewehrschießen. Mit der Sportpistole setzte sich Walter Koch durch.

Gäubote - Lokalsport: 5.5.99

Schießen - SV Bondorf

Katharina Wacker besser als DM-Sieger

(khb) - Die ersten Ergebnisse der Bezirksmeisterschaft der Schützen liegen jetzt vor. Die Bondorferin Katharina Wacker war bei diesen Titelkämpfen in toller Form. Drei Mal trat sie an, drei Mal wurde sie Meisterin. Und wie: Sehr gute 576 Ringe gab's im 60-Schußliegend-Programm, 279 Ringe im KK-Dreistellungskampf sind für eine l4jährige ein tolles Ergebnis, das noch übertroffen wurde von den 387 Ringen mit dem Luftgewehr. Damit ließ Katharina Wacker mehrere Deutsche Meisterinnen hinter sich. Mit der Mannschaft kamen noch zwei Titel und eine Vizemeisterschaft dazu - wahrlich ein Gold- und Silberregen. Bruder Christoph Wacker war dieses Mal etwas bescheidener, qualifizierte sich aber auch in drei Disziplinen für die Landesmeisterschaften - 268 Ringe im KK-Dreistellungskampf waren ein achtbares Ergebnis. Auch Daniel Adis hielt sich prächtig, hat bereits drei Starts für die Landesmeisterschaft gebucht. Am Sonntag kann für ihn und Katharina Wacker ein weiterer Start im Luftgewehr-Dreistellungskampf dazukommen. Tobias Öhrlich und Eva Maria Canovas als Teamkollegen von Daniel Adis hielten sich prächtig. Gute Plätze erreichten auch Thomas und Andreas Maier, Marcel Molter und Stefan Schlayer; Robert Wündisch und Daniel Teufel waren ebenfalls zufrieden. Mit 261 Ringen und einer persönlichen Bestleistung wurde Kai Kiesenbauer Bezirksmeister - ein sehr gutes Ergebnis für den l4jährigen. Bei den Senioren stellten Fritz Kienzle (347), Hartmut Eue (368) und mit glänzenden 375 Ringen Lothar Killinger ihre Klasse mit der Luftpistole unter Beweis. Auch Elisabeth Saur ist mit Sport-und Luftpistole für Höheres qualifiziert. Mit dem Gewehr wird in Schützen- und Altersklassen am Wochenende geschossen.

Gäubote - Lokalsport: 12.5.99

Schießen - Bezirksmeister:

Zwei Titel für Lothar Killinger

(khb) - 269 Ringe  mit der freien Pistole, damit ließ Lothar Killinger bei der Bezirksmeisterschaft diverse Spitzenschützen, unter anderem auch Ex-Europameister Messerschmidt, hinter sich. Dazu gab´s für den Bondorfer mit 375 Ringen den ersten Platz mit der Luftpistole und mit 278 Ringen einen Ring hinter dem Sieger mit der Sportpistole Silber. Die Bilanz liest sich also hervorragend: Zwei Titel und ein Vize-Titel für Lothar Killinger. Hartmut Eue, sein Mannschaftskamerad, stand ihm nicht viel nach. Qualifiziert ist auch Fritz Kienzle für die Landesmeisterschaften. In dieser form strebt Lothar Killinger die Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften an, mit dabei sein wollen Hartmut Eue und Fritz Kienzle - wenn der letzgenannte seine Normalform wiederfindet, stehen die Chancen gut für das im Kreis und Bezirk seit zig Jahren überragende Trio. Auch die Jugendlichen des Schützenvereins Bondorf waren noch einmal Spitze, in einem tollen Bezirksmeisterschafts-Wettbewerb erreichte Katharina Wacker mit 291 Ringen im Luftgewehrdreistellungkampf den dritten Platz. Daniel Adis mit 280 Ringen und der sehr stark Tobias Öhrlich qualifizierten sich ebenfalls für die Landesmeisterschaften. Jens Erbele wurde Erster mit 171 Ringen mit der Luftpistole bei den Schülern, Isabel Saur Zweite mit 139 Ringen. Und Kai Kiesenbauer holte sich seine zweite Mannschaft mit sehr guten 348 Ringen mit der Luftpistole im Jugendbereich. Zufrieden durften auch Sebastian Wiest und Claudio Boscarino sein, die mit 104 Ringen zum ersten Mal über der Schallgrenze von 100 Ringen lagen.

Gäubote - Lokalsport: 17.5.99

Schießen - Freie Pistole

Bondorf liefert Wildbad guten Kampf

(gb) - Beim 784:674-Erfolg der Freien Pistolenschützen des Schützenvereins Bondorf in Wildbad sahen die Zuschauer eine geschlossene Mannschaftsleistung. Elisabeth Saur und Karl Erbele erreichten die Mannschaftswertung jedoch nicht. Stark waren Fritz Kienzle (261 Ringe), Hartmut Eue (261) und Lothar Killinger (262). Ebenfalls gut drauf war die Kleinkaliber-Mannschaft im Bezirksliga-Wettkampf in Böblingen. Mit 820:812 gab es einen verdienten Bondorfer Erfolg. Christoph Wacker (264) und Sylvia Fett (270) erreichten die Wertung nicht. Besser waren an diesem Tag Katharina Wacker (271), Albert Biesinger (272) und der sehr gute Sven Maier mit 277 Ringen. In der Kreisklasse war Herrenberg/Nufringen zu Gast in Bondorf. Nach sehr gutem Wettkampf beider Teams gewann Bondorf 773:769. Tobias Öhrlich (230), Alexander Hess (239), Markus Öhrlich (264) und Jugendschütze Daniel Adis mit 270 Ringen sorgten für Bondorfs Sieg. Die Herrenberg/Nufringer schossen sehr ausgeglichen: Mark Beßler (250), Reiner Gold (253), Jürgen Werz (255). Bester Nufringer war Wolfgang Hoffmann (261).

Gäubote - Lokalsport: 16.5.99

Schießen - SV Bondorf

Roland Skambraks ist Bezirksschützenkönig

(khb) - Mit einem einzigen Schuß auf eine besonderen Scheibe wird bei der Bezirksmeisterschaft der Schützenkönig ausgeschossen. Mit einem unglaublich guten Zehner, nur 2,7 Tausendstel aus dem Zentrum entfernt, holte sich Roland Skambraks vom Bondorfer Schützenverein die in Schützenkreisen hoch angesehene Trophäe. Er selbst ist ein guter Luftgewehrschütze und kommt aus einer schießsportbegeisterten Familie. Sohn Steffen Skambraks gehört ebenfalls zu den Guten unter den Luftgewehrschützen und Ehefrau Christa Skambraks ist eine der besten Luftpistolenschützinnen im Kreis. Die Kollegen des SV Bondorf freuten sich mit Roland Skambraks, der beim Schießen um den Landesschützenkönig nun ebenfalls dabei sein wird. Dies ist in den letzten 30 Jahren von den Bondorfern nur Albert Biesinger, Andreas Bertsch und Gabino Canovas gelungen.

Gäubote - Lokalsport: 2.6.99

Schießen - Freie Pistole

Öschelbronns Zweite Bondorf I unterlegen

(gb) - Zwar hatte sich Öschelbronns zweite SSV-Mannschaft in der Freundschaftsrunde mit der Freien Pistole wacker geschlagen, aber für einen Sieg gegen Bondorfs Erste reichte es den Schützen trotzdem nicht. So gewann Bondorf mit 729:631 Ringen. Annähernd gleich stark kamen für Bondorf Lothar Killinger (245 Ringe), Hartmut Eue (243) und Fritz Kienzle (241) in die Wertung. Ferner schossen Elisabeth Saur (235) und Karl Erbele (186). Öschelbronns Ergebnis setzte sich aus den Leistungen von Adam Rehhorn (216), Ulrich Gieger (213) und Manfred Famula (202) zusammen. Andreas Schmidt hatte Pech, schaffte weit unter seinem sonst hohen Niveau nur 201 Ringe. Herbert Minkner kam auf 191 Ringe.

Gäubote - Lokalsport: 10.6.99

Schießen - Neue Bondorfer Schießanlage wird an diesem Wochenende eingeweiht / Insgesamt 61 Bahnen stehen zur Verfügung

Schnelle Arbeit dank der Hilfe vieler Mitglieder

VON RITA OTT

Seit ein paar Tagen müssen die Bondorfer Schützen für kurze Zeit auf Ihren Sport verzichten. Doch wird ihnen dieser Verzicht sicherlich nicht schwer fallen: Die Bahnen werden umgebaut in die neue Schießanlage, die am Wochenende mit einem großen Fest für alle elngeweiht wird.

Dort, wo der Schützenverein Bondorf seine Schießanlage hatte, wollte die Gemeinde knapp 200 Bauplätze erschließen. Da die Anlage hätte überbaut werden müssen - das hätte die Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt und unabsehbare Folgekosten nach sich gezogen - beschlossen die Schützen, das Feld zu räumen und 250 Meter entfernt neu zu bauen.

Nach etwas mehr als zwei Jahren ist die neue Schießbahn jetzt fertig. Die Arbeit hat sich gelohnt: Die neue Anlage ist viel größer als die alte. Sie wurde für 30 Luftgewehr-, 20 Sportpistolen- und 11 Kleinkaliber-Bahnen (50 und 100 Meter) ausgelegt. In der Halle gibt es neben den fünf Zimmerstutzen-Bahnen noch Erweiterungs-Möglichkeiten. Zum Beispiel für Schnellfeuerpistolen: ,,Das ist ein sehr be

Das Großprojekt wurde relativ schnell realisiert. Und das auch, weil die Schützen selbst mit Hand anlegten. Lediglich den Rohbau hat der Verein erstellen lassen, von da an haben die Mitglieder in 10 000 freiwilligen Arbeitsstunden alles selbst gemacht - natürlich mit Unterstützung von Fachleuten. ,,Der wesentliche Geldzufluß kam von der Gemeinde", sagt Karl-Heinz Bertsch, ,,sonst wäre die Sache für uns nicht zu 

finanzieren gewesen." Dazu kamen Zuschüsse vom Württembergischen Landessportbund, das Eigenkapital des Vereins und die Eigenleistungen. Schulden mußte der Schützenverein dennoch machen. Bertsch: ,,Sie bleiben aber überschaubar wir haben solide finanziert. Und was zählt ist schließlich, daß wir jetzt eine neue Schießanlage haben."

Das wird natürlich auch entsprechend gefeiert. Deshalb gibt es am Wochenende ein großes Fest mit einigen sportlichen Höhepunkten. Der Freitagabend ist geladenen Gästen vorbehalten, um 20 Uhr beginnt nach dem Fahneneinmarsch die offizielle Einweihungsfeier, das Rahmenprogramm gestaltet der Musikverein.

Am Samstag, 12. Juni, veranstaltet der Schützenverein Bondorf ab 13 Uhr das Kreispokalschießen der Damen und den Alterskreispokal, Um 17 Uhr beginnt die Hocketse in der neuen Schießbahn für die Bondorfer Bevölkerung. Am Sonntag, 13. Juni, dürfen sich die Schießsportbegeisterten und alle Festbesucher auf eine besondere sportliche Attraktion freuen: Spitzenschützen - Europameister, Deutsche Meister und Weltrekordler - bestreiten ein Stechschießen gegen Bondorfs beste Luftgewehrschützen. Mit dabei sind zum Beispiel Ralf Kappler, vierfacher Deutscher Meister und Europameisterschafts-Dritter, Katja Böttinger, mehrfache Deutsche Meisterin, Europameisterin und Mitinhaberin des neuen Kleinkaliberliegend-Weltrekordes. Steffen Herdel, Luftgewehr-Vizeweltmeister, mehrfacher Deutscher Meister,

Europameister mit der Mannschaft und EM-Dritter im Einzel tritt ebenso wie die Deutsche Meisterin 1997, Eva Maria Neubartel, gegen Bondorfs Erste an. Und last but not least wird Kerstin Köhler, das große Nachwuchs-Talent aus Herrenberg, anwesend sein. Sie ist zweifache DeutscheMeisterin im Luftgewehr und Luftgewehr-Dreistellungskampf mit hervorragenden 591 von 600 Ringen.

Doch die Bondorfer werden sich nicht so leicht geschlagen geben. Sie treten ebenfalls mit sehr guten Schützen an. Katharina Wacker ist mehrfache Württembergische Meisterin und wurde bei den deutschen Titelkämpfen Dritte, ihr Bruder Christoph Wacker wurde 1998 Deutscher Luftgewehr-Vizemeister mit 389 Ringen. Württembergische Meister waren auch schon Albert Biesinger, Sven Maier nnd Sylvia Fett.

Der Vorkampf beginnt um 9.15 Uhr, das Finalschießen mit je zehn Schuß können die Zuschauer an Bildschirmen miterleben. Karl-Heinz Bertsch moderiert und kommentiert das Geschehen - sicher ein besonderes sportliches Spektakel. Anschließend ist Siegerehrung. Gleichzeitig ist für die weniger Schießsportbegeisterten ein Frühschoppen, später gibt es Mittagessen und am Nachmittag geht das Einweihungsfest weiter mit einer Hocketse und Musik. Natürlich kann die neue Schießbahn besichtigt werden und wer will, kann auch selbst einmal schießen. Außerdem präsentiert der Schützenverein eine Ausstellung über das Schützenwesen in Deutschland und der Region. Das Material wurde von der Stadt Böblingen zur Verfügung gestellt.

Imposantes Bauwerk:
Doch die neue Bondorfer Schieß-Anlage sieht nicht nur von oben beeindruckend aus 
GB-Foto: Bäuerle

 

Gäubote - Lokalsport: 12.6.99

Schießen - Bei Einweihung der neuen Bondorfer Schießanlage an diesem Wochenende wird eine Ausstellung über alte Zeiten gezeigt

Sport und Tradition liegen sehr eng beieinander

(wf) - Es gibt wohl keine Sportart bei welcher Sport und Tradition so eng beieinander liegen wie beim Schießsport. War es bis zum 13. und 14 Jahrhundert die Verpflichtung zur gegenseitigen Hilfeleistung, der gemeinsame Schutz gegen fremde Eingriffe auf Hab und Gut, die die Bürger veranlaßten sich im Schießen üben, so bildeten sich im aufstrebenden Bürgertum des 15. und 16. Jahrhunderts immer mehr Schützengilden und Schützengesellschaften um das Schießen aus "freier Hand im sportlichen Wettstreit" zu üben. Einblicke gewährt eine Ausstellung im Bondorfer Schützenhaus.

Von den Schützengilden und Schützengesellschaften profitierten im 15. und 16. Jahrhundert auch die Landesherren und förderten von sich aus dieses Schießen. So verkündete einst im Jahre 1441 Graf Eberhard "Von den Büchsen und Armbrustschützen wegen, die in einem jeden Amt um die Hosen schießen, haben wir ausgeschrieben, daß deren je Acht Schützen gegeben werde ein Gulden. Daran wöllen wir geben den halb teil soviel es sich nach Anzahl der Schützen trifft und soll das Amt das andere halb teil geben dazu den Büchsenschützen zymlich Bley und Pulver".

Städte und Fürsten sowie die Schützengilden veranstalteten große Freischießen ein, die sich immer mehr zu allgemeinen Volksfesten entwickelten. So zum Beispiel luden die Herrenberger Armbrust- und Büchsenschützen in einem Ladschreiben am 24. August 1478 (ein Exemplar soll noch im Stadtarchiv Kitzingen vorhanden sein) die Schützen 

aus nah und fern zu einem Freischießen mit Volksfest auf den 24. Oktober ein, welches unter dem Patronat von Graf Eberhard d. Ä. stand. Nicht weniger als 27 hervorragende Preise in Gold (Gulden), wertvolle Stoffe (sechs bis 19 Ellen lüttdisch Tuch) sowie silberne Becher und Schalen waren für die besten Schützen ausgesetzt.

Bei dem Herrenberger Schützenfest gab es noch viele Nebenveranstaltungen wie sportliche Wettspiele, Geschicklichkeitsspiele, Glücksspiele, Wettläufe, Steinstoßen, Fechten, Pferderennen, Jagden und Turniere zum Beispiel für adlige Schützengäste. Im Ladbrief von Herrenberg wird bekannt gegeben, daß zur Kurzweil "ein Ringen mit gestreckten, gefassten Armen" vorgesehen sei. Auch sollten Wettspiele im Springen und zwar im Weitsprung "3 Sprünge auf einem Fuß" stattfinden.

Der beste Ringer und Springer erhält als Preis eine Elle "Lüttdischstuch". Auch für den Schützen, der die weiteste Anreise hatte war ein "Weitestpreis" in Form von einer Elle "Londoner Tuch" ausgesetzt! Ab dem Jahre 1861, nach Gründung des Deutschen Schützenbundes, wurden alle 3 Jahre Deutsche Bundesschießen abgehalten, die sich im Programm an die alten Freischießen anlehnten.

Anläßlich der Einweihung der neuen Bondorfer Schießsportanlage werden am kommenden Wochenende in einer kleinen Ausstellung einige Kostbarkeiten aus der langen Schützengeschichte gezeigt, wie zum Beispiel das Original des Ladschreibens zum Frankfurter Freischießen von 1582. Dieses Schützenfest war das bedeutendeste aller 

Frankfurter Feste. Das Armbrustschießen dauerte vom 29. Juli bis 8. August und das Büchsenschießen vom 13. bis 18. August. Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere zum Teil sehr wertvolle Dokumente zu den Deutschen Bundesschießen und den verschiedenen Epochen der Vergangenheit, die zum größten Teil aus dem Privatbesitz des Ausstellungsleiters Jürgen Sostmann stammen. Er ist Oberschützenmeister der Schützengesellschaft Böblingen.

Auch die Bondorfer Schützen werden sich ihrer im Verhältnis jungen Geschichte vorstellen. Sie hoffen dabei, von den Besuchern weitere Informationen aus ihrer bis zur Wiedergründung im Jahre 1954 nur lückenhaft dokumentierten Vergangenheit zu erfahren. Ausgangspunkt ist ein vermutlich im offiziellen Gründungsjahr 1928 aufgenommenes Foto, das anläßlich des damals vom Verein aufgeführten Theaterstückes "Tells Apfelschuß" aufgenommen wurde. Wahrscheinlich liegen die Wurzeln des Bondorfer Schützenvereins aber noch tiefer: Es ist zu vermuten, daß die zuvor zitierten Werbungen des Grafen Eberhard unter anderem für das Herrenberger Schützenfest nicht gänzlich unerhört blieben.

Dem Modernen aufgeschlossen zeigen sich die Bondorfer Schützen nicht nur mit ihrer neuen und mit erheblichen Eigenleistungen erstellten Schießsportanlage, sondern auch mit ihrem Projekt zur weltweiten Darstellung im Internet. Neben der im Konzept vorgestellte Website für das Internet soll dabei die gesamte Chronik des Bondorfer Schützenvereins digital hinterlegt werden. Die bisher bekannte Historie kann in mehreren Bänden eingesehen werden.

Hat die Ausstellung im Bondorfer Schützenhaus zusammengetragen: Hans-Jürgen Sostmann
GB-Foto: Holom

Kreiszeitung - Lokales: 13.6.99

Ehrengäste zuhauf bei der Einweihung des neuen Bondorfer Schützenhauses

Herrlichste Anlage weit und breit

Heinz Rebmann

BONDORF - Ehrengäste zu hauf traten am Freitag abend im neuen Bondorfer Schützendomizil hinters Mikrofon, um dem rührigen Gastgeber zu seiner neuen, nach 10000 freiwilligen Arbeitsstunden erstellten Schießanlage (die KRZ berichtete) zu gratulieren. Der Festakt wurde mit Böllerschüssen, einem mit schwungvollen Klängen des Musikvereins begleiteten Fahneneinmarsch und einer stattlichen Ehrungsrunde verdienter Mitglieder umrahmt.

Vor mehreren hundert Schützen aus dem Kreisgebiet und vielen weiteren Besuchern wurde dem Gastgeber immer wieder Mut und Weitblick beim Bau des neuen Heimes attestiert. So erinnerte Bürgermeister Gerhard. Kilian nochmals weit ausholend an die lange, sogar ins Jahr 1970 zurückreichende Planungsgeschichte, ehe nach zwischenzeitlichen Denkpausen und im Zusammenhang mit dem ,,Bauabschnitt Nord" Bewegung ins Vorhaben kam.

Der Schultes lobte die Einsicht des Schützenvereins bei allen auftauchenden Fragen: Tief beeindruckt von der ,,tollen Anlage" war die Sportkreis-Vorsitzende Renate Nüter wie auch Udo Gühring vom Württembergischen Schützenbund, der die ,,hervorragenden Leistunqen streng nach unserer Finanzordnung" honorierte. Fritz Rau als Stuttgarter Oberschützenmeister (,,Die herrlichste Anlage weit und breit") trat hinters Mikrofon, Frieder Nell war als Oberschützenmeister des Kreisgebietes ,überwältigt", wie auch Hans Malner vom Nufringer Patenverein, der eine vielbeachtete Klein-Kanone als Geschenk auf den Tisch stellte.

Auch der immer wieder schwungvoll aufspielende Bondorfer Musikverein gratulierte, die 18 im Schützenverein integrierten Damen mit einem neuen Geschirr auch. Ein Vertreter der örtlichen Gartenfreunde stand als vorletzter Gratulant in der Reihe. 

Oberschützenmeister Bernd Adis hatte als Hausherr einleitend auf die knapp dreijährige Bauzeit hingewiesen. Dabei hob er die Eigenleistungen heraus, ,,ohne die wir nicht arg weit gekommen Wären". So war es ihm im zweiten Teil des festlichen Abends ein Anliegen, neben den Treuesten der Treuen noch jene Männer auszuzeichnen, die am häufigsten mitarbeiteten. So wurde Heinz Elsäßer als ,,bauliche Triebfeder" am neuen Heim zum Ehrenmitglied ernannt und weitere 20 Mitarbeiter beschenkt und geehrt. Viel Applaus erhielten auch Willi Schäfer (Ehrenmitglied), wie auch Karl Vetter. Beide sind seit 45 Jahren Mitglied im Schützenverein. Auf 40 Jahre brachten es Sieghard Gillich und Reinhold Seitz.

Heute für alle offen

Nach einem Kreisdamenpokal- und einem Altersschießen und einer Hocketse gestern geht es heute von 9 Uhr an weiter mit Wettkämpfen, ehe ab 12 Uhr die Anlage von der Bevölkerung begutachtet werden kann.

Beifall fürs neue Schützendomizil gab's nicht nur von Bürgermeister Gerhard Kilian (links am Mikro).
Auch alle anderen Gratulanten lobten den Mut von Oberschützenmeister
Bernd Adis (Mitte stehend) und ,,seinem" Verein.

Jas-Foto: Thomas Bischof 

Gäubote - Lokales: 14.6.99

Einweihung der neuen Schießanlage in Bondorf: Festredner zollen dem Projekt ein großes Lob

Wehende Fahnen und Salutschüsse

VON RITA OTT

Bondorf - Es war schwer, einen Parkplatz zu finden; so viele Gäste waren nach Bondorf gekommen, um mit dem Schützenverein die Einweihung seiner neuen Schießsportanlage zu feiern. Die Festredner bestätigten: Sie gehört zu den schönsten und für den Schießport am besten geeignetsten.

Auftakt war das Salutschießen des Schützenvereins Wendelsheim. Zu einem zünftigen Marsch des Bondorfer Musikvereins folgte der Fahneneinmarsch. 15 Fahnen waren vertreten - ,,das ist fast besser als bei einem Kreisschützentag", freute sich Bernd Adis, Vorsitzender des Schützenvereins Bondorf. Bürgermeister Gerhard Kilian faßte zunächst die Vorgeschichte zusammen. Erste Überlegungen zu Lärmschutzmaßnahmen hatte es 1984 gegeben, seit neun Jahren beschäftigen sich Schützenverein, Bürgermeister und Gemeinderat mehr oder weniger intensiv mit der Verlegung der Schießsportanlage. ,,Wenn wir nun heute hier stehen, meine ich, es waren gute, historische Entscheidungen für die Zukunft des Schützenvereins, aber auch richtige Entscheidungen für die Zukunft der Gemeinde Bondorf", sagte Kilian. Damit habe, der Schützenverein einen ,,weiteren Volltreffer gelandet".

Weitere Unterstützung

Trotz der hohen finanziellen Unterstützung der Gemeinde für dieses Projekt gab's in Anerkennung der außerordentlichen Eigenleistungen eine weitere vom Gemeinderat beschlossene Finanzspritze, die die Mehrkosten für den Parkplatz abdecken soll. Einen Gutschein für die Jugendarbeit hatte Sportkreisvorsitzende Renate 

Nüter dabei. Sie lobte die ,,großartige Anlage", die durch Zusammenarbeit ,,der ganzen Schützenfamilie" möglich geworden sei. Landesschützenmeister Udo Gühring (Schützenverein Horb-Mühlen) würdigte im Namen des Württembergischen Schützenverbandes ,,die großartige Leistung". Und da, wie er schmunzelnd meinte, keiner ohne Geschenk ans Rednerpult treten dürfe, hatte er für Schießanlage und Jugendarbeit eine Geldgabe und zur Erinnerung an die Einweihungsfeier einen Zinnteller mitgebracht.

Der Stuttgarter Bezirksschützenmeister Fritz Rau nahm die Anlage schießtechnisch ab. ,,Es wurde alle getan, um das Beste für die Schützen zu erreichen", betonte er. Die gelungene Anlage sei weitblickend, großzügig und zukunftsgerichtet gebaut, zollte Rau den Bauherren  Lob. ,,Ich bin platt gewesen - und ich geb's zu, auch neidisch" sagte der Böblinger Kreisoberschützenmeister Frieder Nell. Die Anlage sei ,,wirklich wunderbar" und auch für die Jugend interessant. Als einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte sah Johannes Malner vom Nufringer Patenverein den ,,schmucken Neubau". Im Namen der 18 aktiven Bondofer Schützinnen übergab Elisabeth Saur ein Geschirr - das Schützenhaus blieb ja am alten Standort.

 Ehrenmitglied

Für all die Vereinsmitglieder, die viele Stunden auf dem Bau verbrachten und ohne die die Realisierung nicht möglich gewesen wäre, gab es als Anerkennung Geschenke. Schon allein jeweils über 1000 Arbeitsstunden gehen auf die Konten von Albert Biesinger

und Heinz Elsäßer. Heinz Elsäßer, seit 1960 Mitglied im Schützenverein Bondorf' übernahm 1975 das Amt des Vorsitzenden - eine Herausforderung, da gleichzeitig Baubeginn für das alte Schützenhaus war. 1990 gab er das Amt als Schützenchef an Bernd Adis ab. Doch nun war Elsäßer für den Bau der neuen Schießanlage verantwortlich.

Weitere Auszeichnungen

Kreisoberschützenmeister Frieder Nell zeichnete für ihre Leistungen im Sport und für den Verein einige Bondorfer Schützen im Namen des Schützenkreises Böblingen aus; Volker Egeler, Helmut Schmid und Hans Stähle erhielten das Kreisehrenzeichen Kleinsilber. Großbronze bekam Heinz Elsäßer. Nell hatte zudem zwei Auszeichnungen vom Württembergischen Schützenverband mitgebracht: Horst Saur wurde das Verdienstehrenzeichen in Silber verliehen, die Verdienstmedaille in Bronze gab es für Helmut Reichert. 

Auch Ehrungen langjähriger Mitglieder standen an. Seit 45 Jahren halten Willy Schäfer und Karl Vetter dem Schützenverein die Treue. Walter Gengenbach,. Sieghard Gillich und Reinhold Seitz sind seit 40 Jahren dabei. Für 30jährige Vereinstreue wurden der zweite Vorsitzende Karlheinz Bertsch, Hartmut Eue, Eugen Kußmaul und Josef Laimer vom Vorsitzenden, ausgezeichnet, für 25jährige Mitgliedschaft: Ute Christian, Andreas Gillch, Taugott Kappler und Eritz Sindlinger. Seit 20 Jahren dabei sind: Rita Bruckner, Ingrid Gellfart-Biesinger, Gerhard Kußmaul, Christoph Öhrlich, Markus Öhrlich, Armin Rau, Elisabeth Saur, Christl Schäfer, Siegfried Widmaier. Seit 15 Jahren gehören dem Verein an: Ingrid Adis, Dirk Bruckner, Roland Dittus, Karin Eue,, Uwe Maier, Andreas Piscol, Elisabeth Schneider und Heidi Wiest.

Salut schossen die Wendelsheimer Schützen
zur Einweihung

Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft:
Wilhelm Schäfer (links) und Sieghard Gillich

Kreiszeitung - Sport: 16.6.99

Vor über 100 Zuschauern auf der neuen Anlage des SV Bondorf

Hochkarätiger Finalkampf als Feuertaufe

VON ALBERT M. KRAUSHAAR

BONDORF · Kopenhagen, Barcelona, Bondorf - kehre neue Steigerungsforrn von Städtenamen, sondern Erfolgsstationen von Spitzenschützen, die am Sonntag in Bondorf ihr Können zeigten: die amtierende Junioren-Europameisterin Katja Böttinger aus Gechingen. sowie der WM-Teilnehmer von Barcelona Ralf Kappler.

Der mehrfache Deutsche Meister aus Oberreichenbach, Mitglied in einer Sportförderkompanie der Bundeswehr, ist derzeit bei Bundesliga-Vierten SV Freiburg/Pfaffenweiler unter Vertrag. Daneben standen der Juniorennationale Steffen Herdel (Bergrheinfeld/Bayern), der Gewinner der Einzeiwertung der Württembergischen Luftgewehr-Oberliga, Timo Dörflinger aus Simmozheim, sowie die zweifache deutsche Meisterin Kerstin Köhler (Herrenberg) in der Konkurrenz zu lokalen Größen wie Katharina und Christoph Wacker oder Albert Biesinger.

Von Jochen Wacker stammte die Idee, im Rahmen der Einweihungsfeierlichkeiten der neuen Schießanlage einen Finalkampf, wie er heute bei deutschen und internationalen Meisterschaften üblich ist, zu organisieren. Seine Verbindungen machten es möglich, daß die hoch karätigen Schießsport-Asse - kostenlos - in Bondorf ihr Können demonstrierten.

Von Willi Link - Hallensprecher Karl Heinz Bertsch: ,,Unsere Fernsehmaus" - per Kamera hervorragend ins Bild gesetzt, erlebten über 100 Zuschauer auf einer übergroßen 

Leinwand faszinierende Bilder aus dem Wettkampfgeschehen. 

Nach einem Vorkampf über 20 Schuß hatten sich mit dem Luftgewehr Sylvia Fett, Steffen Herdel, Ralf Kappler, Torsten Herbstreit, Christoph und Katharina Wacker, Katja Böttinger, Kerstin Köhler, Timo Dörflinger und Albert Biesinger für das Finale über 10 Schuß auf Zehntelwertung qualifiziert. Und da sorgte ausgerechnet Lokalmatador Christoph Wacker für die Sensation. Zwar ging der Gesamtsieg aufgrund der hohen Vorkampfleistung von 197 von 200 möglichen Ringen an Steffen Herdel aus Bayern (vor Ralf Kappier und Kerstin Köhler), daß Wacker aber das höchste Finalergebnis erzielen könnte, damit hatte von den Bondorfer Funktionären offensichflich keiner gerechnet. Für ihn war bei der Siegerehrung jedenfalls kein Preis mehr vorhanden. Vorsitzender Bernd Adis: ,,Der wird aber nachgereicht - yersprochen". Der deutsche A-Jugend-Vizemeister setzte sich mit einer couragierten Vorstellung und 102,6 Ringen gegen die versammelte Konkurrenz durch, und erhielt für Treffer wie, eine 10,7 und 10,9 ebenso wie Katja Böttinger Applaus auf offener Szene.

Kreisoberschützenmeister Friedrich Neu nach der gelungenen Veranstaltung: ,,So etwas wünsche ich mir für unsere Kreismeisterschaften im nächsten. Jahr". Darüber hinaus war der Ehninger voll des Lobes über die neue Anlage. ,,Wenn man sieht, was hier geschaffen wurde, könnte man richtig neidisch werden." Ganz cool das Urteil zur neuen Anlage des aktuellen B-

Nationalkaderschützen Ralf Kappler: ,,Sehr gut gelungen, für einen Verein super gemacht."

Katja  Böttinger brachte die Vorzüge noch exakter auf den Punkt. ,,Schön hell, schalltechnisch sehr gut verarbeitet und angenehm zu schießen, so die Eindrücke der Weitrekordinhaberin im Liegendschießen (594 Ringe) bei den Juniorinnen.

Auch weniger Schießsportsachverständige konnten bei einem Rundgang durch die Halle für Luftdruckwaffen (30 Stände, davon fünf für Zimmerstutzen), 20 Sportpistolenstände und zehn Kleinkaliberbahnen (davon fünf auf 100 Meter umschaltbar) viel Liebe zum Detail erkennen. Das Team um Bauleiter Heinz Elsässer hat in über 11 000 Arbeitsstunden an dem rund 1,5 Millionen Mark teuren Bauwerk ganze Arbeit geleistet. Das jetzt nach fast dreijähriger Bauzeit wieder an ein geregeltes Training zu denken ist, rief allgemeine Erleichterung hervor. Albert Biesinger: Sportlich haben wir unter der Belastung während der Bauzeit doch etwas gelitten. Angesichts der gezeigten Leistungen geriet Bernd Adis ins Schwärmen: ,,Mit Katharina Wacker haben wir ein Riesentalent in unseren Reihen, ich hoffe, daß sie einmal in der deutschen Spitzenklasse zu finden ist." Die ersten Schritte dazu hat die hübsche Blondine schon hinter sich: Bronzemedaille im Luftgewehr-Dreistellungskampf mit der SF Gechingen und Gewinnerin des Shooty-Cups 98 auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück. Mit der neuen Anlage verfügt der 5V Bondorf jetzt jedenfalls über eine Basis, die auf weitere Erfolge hoffen läßt.

Letzte Tips vor dem Finale für
Katharina Wacker von Vater Jochen
Foto: amk

Prominenz auf der neuen Schießanlage:
Bezirks-Chef Fritz Rau,
Kreisoberschützenmeister Friedrich Nell,
Finalleiter Karl-Heinz Bertsch und
Bondorfs Vorsitzender Bernd Adis
(stehend von links).
Foto: amk

Gäubote - Lokalsport: 16.6.99

Schießen - Topschützen bei Einweihung der Bondorfer Anlage

Wacker gewinnt Finale

(khb) - Der dritte und letzte Festtag bei den Bondorfer Schützen, die am Wochenende ihre neue Schießanlage einweihten, stand ganz im Zeichen des Sports: Bei einem Freundschaftswettkampf trafen sich Ausnahmekönner in Bondorf.

Schon eine Stunde vor dem Beginn war das Nationalteam auf der Bondorfer Schießbahn, alle Schützen wurden der großen Zuschauerkulisse vorgestellt. Den Vorkampf gewann Junioren-Vizeweitmeister Steffen Herdel vor dem vierfachen Deutschen Meister und Europameister Rolf Kappier und der zweifachen Deutschen Meisterin Kerstin Köhler aus Herrenberg. Zwischen die Schützen des Nationalteams schob sich der Bondorfer Christoph Wacker. Fünfter wurde Timo Dörflinger, der ebenfalls Deutscher Meister ist, vor Katja Böttinger, die in der Disziplin KK-liegend Weltrekordinhaberin mit der Mannschaft ist. Die weiteren Bondorfer hielten sich gut, dennoch schieden Sven Maier und Daniel Adis nach dem Vorkampf aus.

Nach diesem Auftakt begann ein in Bondorf noch nie gesehenes Finalschießen mit hohem technischen Aufwand. Jeder Schuß wurde auf Großleinwand gezeigt. Zirka 150 Zuschauer saßen und standen dicht gedrängt im Hintergrund. Karl-Heinz Bertsch moderierte während des Schießens und die geschickte Kameraführung zeigte die angespannten Gesichter der  Schützen,  die Freude und die Enttäuschung.

Freilich überwog die Freude, denn 50 Prozent aller Schüsse im finale trafen die ,,Zehn". Jeder Schuß wurde je nach Zehntel noch einmal elektronisch ausgewertet. Viel Beifall gab's im Finale bei allen 100 abgegebenen Schüssen. Die Stimmung war prächtig im Stadion, als Lokalmatador Christoph Wacker eine ,,Zehn" nach der anderen schoß und so das Finalschießen mit einem Durchschnitt von 10,3 Ringen (jeder der zehn Schüsse mit Zehnern) gewann. Gesamtsieger wurde Vizeweltmeister Steffen Herdel. Am Nachmittag wurden noch Ehrenscheiben ausgeschossen, die sich Karl Theurer, Karl Erbele und ein Zuschauer aus Schweinfurt holten.

Alle Schützen, aber auch die Gäste, lobten die neue Anlage. Ein größeres Kompliment war dem Vorsitzenden Bernd Adis für seine engagierte Arbeit in den letzten 24 Jahren nicht zu machen. Alle technischen Vorkehrungen für den Sonntag waren von Joachim Wacker getroffen worden, auch die Teilnahme des Nationalteams hatte er organisiert. Groß war deshalb bei ihm der Jubel, daß sich seine Tochter Katharina so gut gehalten und Sohn Christoph das Finalschießen gewonnen hatte. Karl-Heinz Bertsch: ,,Viele Bondorfer, waren dabei, auch bei der Hocketse. Die drei Tage sind für uns Schützen unvergeßlich."

Gäubote - Lokalsport: 23.6.99

Schießen - SV Bondorf

Katharina Wacker trifft gut: 275 Ringe

(khb) - In der Kleinkaliber Bezirksliga gewann Bondorf I gegen Sommenhardt 1 mit 816:762 Ringen - es war eine gute Leistung gegen den voraussichtlichen Absteiger. Bondorf hielt seinen guten Mittelfeldplatz. Es schossen: Sven Maier (259), Christoph Wacker (264), Albert Biesinger (270), Sylvia Fett (271) und die sehr gute Katharina Wacker (275). Mit der Freien Pistole unterlag Bondorf I in der Landesgruppe in Calw 774:783. Das Duell stand auf hohem Niveau, alle Schützen in der Wertung hatten sehr gute Ergebnisse: Karl Erbele (225) und Elisabeth Saur (255) verfehlten die Teamwertung. Besser machten es Hartmut Eue (256), Lothar Killinger (258) und Fritz Kienle (260). Mit der Freien Pistole wird freihändig auf 50 Meter geschossen.

 

 

 

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