Home Nach oben Inhalt

Der Schützenverein
von 1928 bis 2008
Eine Zusammenstellung von Wilfried Fett
Bondorf im Künstlerblick
Hier klicken zum
"Bild des Monats"
   

 

...und hier unser

 

Pressemitteilungen

26.07.2000
Zur Veröffentlichung ab sofort

Jubiläumsveranstaltung "20 Jahre Fahr Rad und Schieß"

Sehr geehrte Redaktion, 
sehr geehrte Damen und Herren,

die Schützenvereine Bondorf, Hailfingen, Mötzingen, Öschelbronn, Seebronn und Wendelsheim führen am 27. August dieses Jahres ihre 20. "Fahr Rad und Schieß" -Veranstaltung durch, die aus der Trimm-Aktion des Deutschen Sportbundes hervorgegangen ist. Wie beliebt die Veranstaltung inzwischen geworden ist, zeigen die jährlich über 1.000 Radler, die auf den Feld- und Waldwegen zwischen den Schützenhäusern unterwegs sind.

In den Schützenhäusern besteht Gelegenheit zum sportlichen Schießen, zur Information über den Schießsport und Besichtigung der Anlagen, zur Teilnahme am Rahmenprogramm und zur Einkehr. Viele Familien, Vereine (Mannschaften/Abteilungen), Firmen und andere Gruppen nutzen die Veranstaltung regelmäßig zu einem Ausflug und haben den jeweils letzten August-Sonntag fest im Terminkalender.

Startkarteninhaber können an einem Quiz teilnehmen, bei dem ein Mountainbike im Wert von über 1.000 DM zu gewinnen ist. Für die Quizfragen öffnen die Vereine ihre Archive - bei der langen Tradition des Schützenwesens kommt dabei manch Interessantes zu Tage. Die "Tour de Gäu" wird sich aber nicht nur auf einen Exkurs in Dorf- und Heimatgeschichte beschränken, sondern auch Gelegenheit zur Information über die bisherigen "Fahr Rad und Schieß" -Veranstaltungen geben - auch dazu werden Quizfragen gestellt. Die Beantwortung der Fragen wird durch aufgestellte Info-Tafeln leicht gemacht.

Wir würden uns freuen, wenn Sie bereits im Vorfeld über die Veranstaltung - möglichst unter Verwendung des Signets (Radfahrer u. Schütze) - berichten würden; Sie erhalten dazu beigefügte Vorabinformationen. Darin stellen sich u.a. die beteiligten Vereine in einem Kurzporträt vor, auf dem Deckblatt finden Sie immer eine Kontaktperson für ggf. weitere Auskünfte. Der Schützenverein Bondorf bittet für seine Internetseite um Zusendung eines Belegexemplars, unter "www.schuetzenverein-bondorf.de" finden Sie auch die bisherigen Berichte, selbstverständlich immer unter Angabe der jeweiligen Herkunft.

Mit freundlichem Gruß

i. A. Fett

 

Anlagen
Pressetitel bisherige Veranstaltungen
Streckenübersicht
Werbung Handzettel außen
Werbung Handzettel innen
Kurzporträt Schützenverein Bondorf
Kurzporträt Schützenverein Hailfingen
Kurzporträt Schützenverein Mötzingen
Kurzporträt Sportschützenverein Öschelbronn
Kurzporträt Schützengilde Seebronn
Kurzporträt Sportschützenverein Wendelsheim

 

Vereine

Kurzporträt Schützenverein Bondorf (BB)
Kurzporträt Schützenverein Hailfingen ((TÜ, ab Jahr 2005 bei "Fahr Rad und schieß" nicht mehr dabei)
Kurzporträt Schützenverein Mötzingen (BB)
Kurzporträt Sportschützenverein Öschelbronn (BB, ab Jahr 2001 bei "Fahr Rad und schieß" nicht mehr dabei)
Kurzporträt Schützengilde Seebronn (TÜ)
Kurzporträt Sportschützenverein Wendelsheim (TÜ)

 

Kurzporträt
Schützenverein Bondorf 1928 e.V.

Weitere Informationen bei Wilfried Fett,
Tel.: 0 74 57 - 20 88 / Fax: 0 74 57 - 93 06 33
email: wilfried.fett@t-online.de
und in unserer Website
http://www.schuetzenverein-bondorf.de

 

 

 

Der Schützenverein Bondorf
- Sport, Spaß und vieles mehr!

Gegründet wurde der Schützenverein Bondorf im Jahr 1928, die Neugründung erfolgte im Jahr 1954. Der Verein zählt heute etwas über 200 Mitglieder, davon

bullet

sind ca. 22 % weiblich

bullet

und ca. 16 % dem Jugendbereich zuzuordnen.

Zweck des Vereins ist die Pflege und Ausübung des Schießsports auf sportlicher Grundlage, sowie die Abhaltung von Vereinsveranstaltungen schießsportlicher Art (Auszug aus unserer Satzung). Obwohl nicht im Vordergrund stehend, fühlen wir uns als Schützenverein auch der Traditionspflege verpflichtet.

Unsere Schießsportanlage
...wurde im Juni 1999 neu eröffnet, sie umfasst jetzt

bullet30 Stände in der Luftgewehr-/pistolenhalle, im einzelnen:
bullet25 Luftgewehr- und Luftpistolen-Bahnen 10 Meter und
5 kombinierte Luftgewehr- und Zimmerstutzen-Bahnen 15 Meter.
bullet31 eingehauste Stände, im einzelnen:
bullet6 Bahnen für Kleinkaliber 50 Meter und
5 kombinierte Bahnen für Großkaliber 50/100 Meter,
20 Bahnen für Großkaliber 25 Meter.
bulletEine Wiese für den Bogensport und
bulletweitere Freiflächen, die sich in Verbindung mit den Einrichtungen des Hauses zur Durchführung von
Zelt- und Trainingslagern für die Schützenjugend - die in unserem Verein sehr stark vertreten ist - empfehlen.

Die neue Schießsportanlage wurde notwendig durch die Ausweisung eines Baugebietes in der Nachbarschaft unseres bisherigen Domizils, wobei für den kompletten Innenausbau und dem Einbau der Technik von unseren Mitgliedern rund 10.000 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet wurden. Die Sportanlage ist ca. 400 m von unserem bisherigen Schützenhaus entfernt, das als öffentliche Gaststätte weitergeführt wird und uns auf diese Weise als gesellschaftlicher Mittelpunkt erhalten bleibt.

Unser selbst erbautes Schützenhaus
...ist neben der Schießsportanlage unser ganzer Stolz und der gesellschaftliche Mittelpunkt.

Erbaut haben wir das Haus in den 70zieger Jahren komplett in Eigenleistung mit über 20.000 freiwilligen Arbeitsstunden. Hier treffen wir uns nach den Wettkämpfen mit unseren Gastschützen zum Auswerten, zum Erfahrungsaustausch und meist auch noch zum gemütlichen Beisammensein. Das gleiche gilt für uns nach dem Training, für unsere Versammlungen und Freundschaftstreffen mit anderen Vereinen.

Gerne werden die großzügigen Räumlichkeiten auch von anderen Vereinen, vielen Firmen und für Familienfeiern genutzt. Sonntags ist unser Schützenhaus ein in Bondorf sehr beliebter Stammtischtreff, entweder in der Gaststätte oder auf der Terrasse mit offenem Grill und Blick auf den Dorfkern von Bondorf. Die Gaststätte wird von einer im Haus wohnenden Pächterfamilie betreut und umfasst

bullet

einen teilbarer Gastraum mit bis zu 120 Plätze

bullet

einen Nebenraum mit bis zu 100 Plätze

bullet

einen Nebenraum mit bis zu 40 Plätze

bullet

eine Terrasse mit ca. 80 Plätze

bullet

zwei Sportkegelbahnen

bullet

Parkplätze

Sport
treiben wir sehr intensiv, zum Beispiel

bulletsind wir an den Rundenwettkämpfen mit regelmäßig mit bis zu 20 Mannschaften in der Kreis-, Bezirks- Landes- und zeitweilig auch Regionalliga beteiligt, darunter auch einige Damenmannschaften,
bulletbeginnen wir die Meisterschaftswettbewerbe regelmäßig mit rund 100 Starts in fast allen Wettkampfklassen und Disziplinen,
bullethalten wir auch für "Nicht-Leistungssportler" ein umfangreiches Schießsportangebot vor.

Erfolge stellen sich dabei auch ein, zum Beispiel

bulletbei Mannschaftsplazierungen
wurden schon eine Deutsche Meisterschaft, zahlreiche Landesmeisterschaftstitel vornehmlich im Nachwuchsbereich, sowie viele Bezirks- und unzählige Kreismeisterschaftstitel erreicht,
bulletbei Einzelplazierungen
qualifizierten sich Bondorfer Schütz(inn)en regelmäßig für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften (teilweise mit bis zu 15 Starts), dabei wurden Platzierungen bis hin zur Deutschen Vizemeisterschaft erreicht.

Spaß
haben wir in unserem Verein zum Beispiel bei

bulletTraditionsschießen,
bulletFreundschaftswettkämpfe,
bulletAusflüge,
bulletWanderungen,
bulletJahrestreffen
bulletund anderem mehr.

Öffentliche Veranstaltungen bringen viele Besucher zu uns, so zum Beispiel

bulletzum jährlichen Vereinspokalschießen und
bulletder zusammen mit unseren Nachbarvereinen gestellten Aufforderung zu "Fahr Rad und Schiess"!

...vieles mehr
Unsere Leitlinien

Der in unserer Heimatgemeinde fest verwurzelte Verein spiegelt auch den sozialen Querschnitt der Einwohnerschaft wider. Die Arbeiten zur Erstellung und dem Erhalt der eigenen Anlagen, das Engagement in der Vereinsführung, der Sportbetrieb, die Traditionspflege und Beteiligung bei vielfältigen Veranstaltungen fördern die

bulletEinübung sozialen Verhaltens,
bulletFestigung der Kameradschaft und
bulletBildung von Freundschaften,
bulletVermittlung handwerklichen Geschicks und 
bullet Entwicklung organisatorischer Fähigkeiten.

Die Akzeptanz und Integration ist für uns Herausforderung und Verpflichtung zugleich. Dem tragen wir Rechnung zum Beispiel durch

bullet

Kooperation in allen öffentlichen Belangen,

bullet

eine intensive und anerkannt gute Jugendarbeit,

bullet

ein für unsere Heimatgemeinde werbendes Auftreten,

bullet

Zusammenarbeit beim sozialen Engagement der Gemeinde,

bullet

Mithilfe bei Aktivitäten anderer Vereine und örtlicher Institutionen.

 

 

Kurzporträt
Schützenverein Hailfingen e.V.
Weitere Informationen bei Thomas Baur,
Tel.: 01 73 - 3 27 79 05 / Fax: 0 74 57 - 82 04
email: tombaur@gmx.de

 

 

Der SV Hailfingen
- mit Plakatanschlägen an Telefonmasten fing es an

Durch Plakatanschlag an Telefonmasten wurde bekanntgegeben, daß am Sonntag, dem 28. Februar 1926 im Gasthaus "Zum Rössle" eine Versammlung stattfinden wird, zu welcher alle männlichen Einwohner eingeladen sind, die sich für die Gründung eines Schützenvereins in hiesiger Gemeinde interessieren. Die Mehrheit der gut besuchten Versammlung bejahte die Gründung und wählte Josef Vogt zum 1. Vorsitzenden.

Gemeinde fördert Bau der Schießanlage

Sogleich beantragte der neue Verein bei der Gemeinde einen Standort für einen Schießplatz und den Bau einer Schießanlage. Die Gemeindeverwaltung hatte Verständnis für das Vorhaben des Schützenvereins und stellten die benötigte Fläche am Eckbuckelwald zur Verfügung. Das abgeschlagene Flächenholz durfte unentgeltlich zum Bau des Schützenhauses (Größe etwa 20 qm) benutzt werden. Der Figurenstand wurde aus selbstgeschlagenem Steinmaterial erbaut. Die Zufahrt zur Schießanlage bestand nur aus Erdwegen, die bei nasser Witterung kaum begehbar waren. Trotzdem war an jedem Sonntagnachmittag reges Leben an den vier Schießständen.

Gaumeister schon vor Einweihung der Schießanlage

Schon am 26. September 1926 beteiligte sich der junge Verein beim Roßberggau-Schießen in Tübingen und erreichte unter 142 teilnehmenden Gruppen die höchste Ringzahl und damit die Gaumeisterschaft, die Gaustandarte und die goldene Plakette. Am 2. und 3. Oktober 1926 wurde die Vereins-Gründungsfeier sehr festlich begangen, verbunden mit einem großen Preisschießen. Am Samstagabend war Festbankett und ein Feuerwerk wurde abgebrannt. Am Sonntag bewegte sich nach dem Festgottesdienst ein Festzug durch den Ort zum Festplatz, am Abend fand die Preisverteilung und der obligatorische Festball statt. Alljährlich veranstaltete der Verein im Frühjahr oder Sommer ein allgemeines Preisschießen und im Herbst ein Vereinsabschlußschießen. An den großen Gau- und Bezirksschießen wurde immer mit gutem und bestem Erfolg teilgenommen.

Erste Schießanlage bald zu klein - zweite reichte auch nicht aus

Die guten sportlichen Erfolge der ersten Jahre spornte viele Mitglieder an und bald zeigte es sich, daß an vielen Übungsnachmittagen die Schießanlage zu klein war. Man entschloß sich zu einem Neubau. An der Straße nach Seebronn kaufte der Verein ein Grundstück und im Januar 1937 wurden die Bauarbeiten für das Schützenhaus an die örtlichen Handwerker vergeben. Die Arbeiten für die Zeigerdeckung wurden von den Mitgliedern ausgeführt. Bereits Ende Mai desselben Jahres konnte die Anlage polizeilich abgenommen werden. Schon bei der Gauversammlung 1936 hatte sich der Verein um die Durchführung des Achalmkreis-Schießens am 4. Juli 1937 beworben. Für diese große Veranstaltung aber waren die vorhandenen sechs Schießstände zu wenig. Es mußten für diesen Tag noch weitere acht Schießstände vorübergehend angebracht werden. Eile tat Not!

Beim Achalmkreisschießen 1937 über 300 Schützen in Hailfingen

Es kam der 4. Juli 1937, ein blauer Himmel verhieß einen heißen Sommertag. Zu Fuß, mit Autos, Autobussen und Lastkraftwagen kamen gegen 300 Schützen nach Hailfingen. Die neue Schießanlage konnte nun beim ersten großen Achalmkreis-Schießen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Für die übrigen Festbesucher war abseits des Schützenhauses, neben den üblichen Festbelustigungen, eine Tanzdiele im Schatten großer Bäume aufgestellt worden. Dort gab die hiesige Musikkapelle bis in die späten Abendstunden ihr Bestes. Den Höhepunkt brachte die Preisverteilung; es gab eine Menge Gruppen- und Einzelpreise. Den 1. Gruppenpreis durfte der gastgebende Verein in Empfang nehmen. Man freute sich über den schönen und guten Verlauf des Festtages.

Weltkrieg bringt Vereinstätigkeit zum Erliegen

Durch die Einberufung immer weiterer Vereinsmitglieder ruhte die Vereinstätigkeit mehr und mehr. So finden wir im letzten Bericht des Protokollbuches von 1941, daß von 65 Vereinsmitgliedern von September 1939 bis zum 9. März 1941 23 Mitglieder zum Kriegsdienst einberufen worden waren. Die Vereinstätigkeit mußte dann eingestellt werden. Von den 27 einberufenen Vereinsmitgliedern sind 16 gefallen, gestorben oder vermißt - Ehre Ihrem Andenken.

Am 17. April 1945 besetzten französische Panzerverbände unseren Ort. Am darauffolgenden Tag mußten alle Waffen und Radiogeräte abgeliefert werden. Der Schützenverein hatte 2 K.K.-Gewehre abzuliefern. Das Schützenhaus wurde aufgebrochen, blieb aber von größeren Zerstörungen verschont.

Schwieriger Neubeginn mit verhaltener Unterstützung

Laut einem Kontrollratsbeschluß vom Jahre 1952 durften ehemals bestehende Schützenvereine sich wieder neu gründen. Nach all dem Kriegs- und Nachkriegsgeschehen wollte man sich in dieser Sache etwas zurückhaltend verhalten.

Als aber die Bitten der jungen Generation immer wieder an die früher Aktiven herangetragen wurde, doch den Schützenverein wieder neu zu gründen, wurde diesem Wunsche entsprochen. Das Schützenhaus war gut erhalten, und die Schießanlage befand sich noch im Eigentum des Vereins. Am 23. Januar 1955 wurde der Verein wieder gegründet; 26 Personen erklärten ihren Beitritt. In der Jahreshauptversammlung vom 27. März 1955 wurden die Vereinsorgane neu gewählt und die Instandsetzung der Schießanlage beschlossen.

40- und 50-jähriges Vereinsjubiläum im dritten Schützenhaus

Im Jahre 1964 mußte die Schießanlage dein Straßenbau-Projekt Hailfingen-Seebronn weichen. Noch im selben Jahr wurde mit dem Neubau des Schützenhauses und der Schießanlage begonnen. Es entstand ein geräumiges Schützenhaus mit allen Einrichtungen und mit zahlreichen KK.- und Luftgewehr-Schießständen.

Vom 9. bis 11. Juli 1966 beging der Verein sein 40iähriges Jubiläum und die Schützenhaus-Einweihung mit einem Luftgewehr-Preisschießen. Vom 18. bis 20. Juni 1976 feierte der Schützenverein Hailfingen sein 50jähriges Bestehen mit Festball, Empfang der Ehrengäste, Bankett im Festzelt, Festgottesdienst, Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Vereinsmitglieder, einem Schießwettbewerb und Musik im Festzelt.

Heute fast jede Schießsportdisziplin im Angebot

Der Schützenverein Hailfingen zählt derzeit 156 Mitglieder, darunter 20 Jugendliche. Die Hailfinger Schützen stellen je eine Kleinkaliber- und Luftgewehrmannschaft in der Bezirksliga und jeweils zwei Gewehrmannschaften in der Kreisliga A. In der Luftpistolendisziplin kämpfen ebenfalls zwei Mannschaften in der Kreisliga A. Zum Schießsportangebot gehören noch die Disziplinen Freie Pistole, KK-100m und speziell für die Nachwuchsschützen der Luftgewehr-Dreistellungskampf,

Trotz sportlicher Konkurrenz ist es unter den Sportschützen üblich, nicht nur Erfahrungen auszutauschen, sondern auch in kameradschaftlicher Manier mit eigenen Schießbahnen auszuhelfen. So haben die Hailfinger in ihren Reihen auch erfolgreiche Zimmerstutzen-, Karabiner- und Schwarzpulverschützen, die bei benachbarten Vereinen trainieren.

 

 

Kurzporträt
Schützenverein Mötzingen e.V.

Weitere Informationen bei Alfred Meyerl,
Tel.: 0 74 52 - 7 59 63 / Fax: 0 74 52 - 7 81 85
email: alfred.meyerl@t-online.de

 

 

Der SV Mötzingen
- Ursprung bis ins Jahr 1878 nachweisbar

Das Schützenwesen hat in Mötzingen eine lange Tradition und reicht nachweisbar bis ins Jahr 1878 zurück. Vorgänger des heutigen Schützenvereins war der Militär- und Kriegerverein.

Aus Zeitungsberichten und der Ortschronik weis man, daß sich der Schützenverein heutiger Form im Jahr 1925 gründete, es sollte fortan das sportliche Schießen im Vordergrund stehen. Mit dem Ende des Krieges wurde der Verein 1945 aufgelöst und die Schießanlage zerstört.

Am 3. Februar 1952 erfolgte die Neugründung im Gasthaus zum Löwen.

Schießanlagen und Schützenhäuser immer in Eigenleistung erstellt

Im Jahr 1953 wurde der nach dem Krieg zerstörte Schießstand wieder aufgebaut und bereits 1956 ein neues Schützenhaus eingeweiht, an dem 1960 ein Aufenthaltsraum angebaut wurde. 1970 konnte der bis dahin als Energiespender dienende Gashahn endgültig zugedreht werden, nachdem Wasser und Strom ins Schützenhaus verlegt wurden.

Im Jahr 1974 wurde das bisherige Schützenhaus abgebrochen und 1975 das heutige Gebäude mit ca. 70 Sitzplätzen im Wirtschaftsteil fertiggestellt. Die zugehörige neue Schießanlage konnte 1978 in Betrieb genommen werden. Eine Zentralheizung wurde 1989 installiert und 1996 die WC-Anlagen komplett erneuert.

Durch das handwerkliche Geschick vieler Mitglieder konnten alle Arbeiten in Eigenleistung erledigt werden.

Sportliche Erfolge mit Schützenjugend und Bogenschützen

Bereits in den Anfangsjahren waren die Mötzinger Schützen bei Bezirks- und Landesschießen erfolgreich. Der sportliche Höhenflug ging aber mit Ausbruch des Krieges nach und nach zu Ende. Nach dem Krieg kam der Schießbetrieb vollständig zum Erliegen.

Frischen Wind brachten Ende der 60-er Jahre die Jungschützen um ihren rührigen Jugendleiter. Viele Erfolge, vom Landesmeistertitel bis hin zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften (15. Platz) folgten. Im Jahr 1969 belegte Mötzingen beirn kreisinternen Wettbewerb "die sportliche Gemeinde" den 1. Platz. Zusammen mit dem Sportverein und dem Tennisclub war auch der Schützenverein am Erfolg beteiligt.

Der 1. Luftgewehr-Mannschaft gelang 1981 nach vielen vergeblichen Anläufen der lange ersehnte Aufstieg in die leistungsstarke Bezirksklasse Stuttgart.

Im Jahr 1999 veranstalteten unsere Bogenschützen das 1. Jagdschießen rund ums Schützenhaus und sicherten sich bei den hier ausgetragenen Kreismeisterschaften den Mannschaftstitel. Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte errang Eckhardt Deuble 1994, als er mit Pfeil und Bogen Deutscher Meister wurde.

Schießen macht Spaß - auch Außenstehenden wird dies vermittelt

Im Jahr 1968 wurde erstmals zum Vereins-Pokalschießen eingeladen, bis heute beteiligen sich die örtlichen Vereine und Institutionen mit großer Begeisterung. Intern wurde 1972 das jährliche Vereins-Königsadlerschießen durchgeführt und damit eine alte Schützentradition neu belebt.

Zusammen mit den übrigen Vereinen der Schießsportgemeinschaft Oberes Gäu führen wir seit 1981 die Breitensportveranstaltung "Fahr Rad und Schieß" durch und gehören dabei zu den Vereinen mit den höchsten Starterzahlen.

Zusätzlich machen wir mit Veranstaltungen wie das Hexen- oder Osterhasen-Schießen auf den Schießsport aufmerksam.

Jubiläen fordern besonderen Einsatz

Als in die Dorfgemeinschaft fest eingebundener Verein beteiligen wir uns auch an den Veranstaltungen anderer Vereine und der Gemeinde. Eine besondere Herausforderung war die 900-Jahr-Feier unserer Heimatgemeinde, zu deren Gelingen wir aktiv beitrugen.

Ain 15. und 16. Juli feierten wir unser eigenes 75-jährige Jubiläum mit großem Festprogramm und einem Preisschießen. Auch hier war neben dem großen Arbeitseinsatz ein gehöriges Organisationstalent gefragt

Unser Schießsportangebot

Inzwischen gehören unserem Verein knapp 200 Mitglieder an.

Die Schießanlage umfaßt

bullet 14 LG-Bahnen,
bullet 5 KK-Bahnen und
bullet 5 Pistolenbahnen sowie
bullet 5 Bahnen für Pfeil- und Bogen.

Für die Betreuung unserer Schützinnen und Schützen stehen drei ausgebildete C-Trainer bereit.

 

 

Kurzporträt
Sportschützenverein Öschelbronn 1968 e.V.

Weitere Informationen bei Hermann Gruber,
Tel.: 0 70 32 - 99 25 34 / Fax: 0 70 32 - 99 25 34
email: hermanng@t-online.de

 

 

Der SSV Öschelbronn
- Gastwirt als Initiator der Neu- oder Wiedergründung

Zitiert aus dem Grußwort der Gemeinde zum 25-jährigen Bestehen: "Zu Beginn des Jahres 1968 kam der junge Gastwirt zum Bürgerstüble - Herbert Minkner aufs Rathaus Öschelbronn und brachte vor, daß im Kreis seiner Gäste immer wieder die Gründung oder die Wiedergründung eines Schützenvereins angesprochen werde. Als möglicher Standort für eine Schießanlage würde sich wohl der aufgelassene vordere Steinbruch eignen". Bereits am 26.1.1968 faßte der Gemeinderat den einstimmigen Beschluß, dem Wunsch stattzugeben, allerdings mit der Auflage, "daß von den Schützen alle ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen gegen Steinschlag zu treffen sind, die Gemeinde keinerlei Verantwortung und auch keinerlei finanzielle Unterstützung gewähren könne".

25-jähriges oder 125-jähriges Bestehen?

Unser Verein hätte im Jahre 1993 statt dem 25-jährigem Jubiläum auch sein 125-jähriges Bestehen feiern können: In der "Chronik der Gemeinde Öschelbronn, Oberamt Herrenberg bis zum Jahre 1927", die am 24. Juni 1926 von Pfarrer Haug begonnen und im Herbst 1927 von demselben vollendet wurde, ist erwähnt, daß im August 1875 der hiesige Kriegerverein seine Fahne einweihte. Nach unseren Informationen wurde der Kriegerverein im Jahre 1874 gegründet. Schließlich entschied man sich für einen Neuanfang und dokumentierte die Zielsetzung gleich im Vereinsnamen: für den Sportschützenverein gilt das Jahr 1968 als Gründungsjahr.

Herausragende Persönlichkeiten als Motor der Entwicklung

Im Rahmen der inzwischen 32 Jahre des Bestehens des Sportschützenvereins darf der langjährige Oberschützenmeister Otto Reuter nicht ungenannt bleiben. Er war vom ersten Tag an "der Motor für die gewaltige Entwicklung des Vereins" und erhielt 1988 die Ehrennadel des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit.

Der Sportschützenverein Öschelbronn, ist wie unser Bürgermeister Wolf zum 25-Jährigen attestierte, ein blühender Verein, der speziell wegen seiner "überaus regen Bautätigkeit" immer wieder bewundert wurde. Diese "rege Bautätigkeit" führte inzwischen zu einem Schützenhaus, daß sich sehen lassen kann und auf das die Mitglieder sicher mit Recht stolz sein können.

Respektable Schießsportanlage mit intensiver Nutzung

Inzwischen hat die Schießsportanlage sehenswerte Ausmaße angenommen: Bei knapp 150 Mitgliedern bietet der Verein

bullet 19 komplett überbaute Luftdruckwaffenstände,
bullet 10 Bahnen 25 m für Kurzwaffendisziplinen und
bullet 7 Bahnen 50 m für Langwaffendisziplinen.

Das diese Anlage auch genutzt wird, zeigen die jährlichen Meldungen für die Rundenwettkämpfe. Im sportlichen Wettstreit stehen

bullet 2 Luftgewehrmannschaften,
bullet 4 Luftpistolenmannschaften,
bullet 5 Sportpistolenmannschaften,
bullet 2 Mannschaften Freie Pistole und
bullet 1 Schwarzpulvermannschaft.

Unser Marathonschießen - ein Begriff für Leistungssportler

Von den jährlich stattfindenden Veranstaltungen ist das Marathonschießen besonders hervorzuheben - in diesem Jahr veranstaltete der SSV Öschelbronn das Schießen zum 22. mal. Die Luftgewehr- und Luftpistolenschützen kommen aus nah und fern und genießen bei den Öschelbronner Schützen immer wieder gern die familiäre Atmosphäre. Inzwischen hat die Veranstaltung ihren festen Platz im Terminkalender vieler Spitzenschützen, darunter auch Deutsche Meister und zahlreiche Kaderschützen.

Auch für Gelegenheitsschützen wird viel geboten

Jährlich am letzen Sonntag im August findet die Veranstaltung "Fahr Rad und schieß" statt. Hierbei handelt es ich um den Zusammenschluß von mehreren Schützenvereinen des Oberen Gäus, die Gruppen und Familien eine Fahrrad-Tour über die Schützenhäuser mit oder ohne Schießprogramm anbieten. Zu einem festen Bestandteil im Terminkalender zählt auch die jährliche Ortsmeisterschaft im sportlichen Schießen, die sich immer regen Zuspruchs erfreut.

Geselligkeit kommt nicht zu kurz

Zum guten Vereinsklima tragen u.a. Vereinsausflüge, das Vereinskönigsadlerschießen, die Aktivenversammlung mit dem traditionellen Sauessen, das Hexenschießen und manch andere geplante Vereinsfeier oder das spontane Zusammensein bei; meist nach vollbrachter Gemeinschaftsarbeit oder sportlichem Vergleich mit Gastschützen.

 

 

Kurzporträt
Schützengesellschaft Seebronn e.V.

Weitere Informationen bei Bernd Stolpe,
Tel.: 0 71 17 - 85 37 50 / Fax: 0 71 17 - 23 50
email: bstolpe07@aol.com

 

 

Die SG Seebronn
- der Traditionsverein bei "Fahr Rad und Schieß"

Die Schützengesellschaft Seebronn kann auf ein 185ig jähriges Bestehen zurückblicken. Nach den Befreiungskriegen 1815 als Schützenkameradschaft von Veteranen gegründet, stellte der Verein einen Teil der Bürgerwehr dar und bildete einen Teil des Krieger- und Veteranenvereins "Unteres Gäu". Zu diesem gehörten im übrigen auch die Vereine Bondorf, Hailfingen, Mötzingen und Öschelbronn, die damit eine alte Tradition verbindet.

So fing es bei den Schützen in Seebronn an

Anfänglich diente ein blanker Schießplatz mit Schießmauer vor den Toren des Fleckens den Schützen als Vereinsgelände. 1837 wurde das Gelände als Friedhof benötigt und der Verein mußte ein Stück im Kirschrain roden und eine neue Schießmauer erstellen. Den damaligen Gesetzen und Verordnungen entsprechend lag das Schießen in den Händen militärischer Ausbilder und Veteranen und das Württembergische Infanteriegewehr war die ausschließliche Disziplin.

Der Beginn des sportlichen Schießens

Im Jahr 1881 beschloß man einen neuen Weg einzuschlagen und nur noch ein reines sportliches Schießen zu betreiben. Dies bedeutete jedoch, daß sich die Vereinigung von dem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Gelände trennen mußte und sich völlig auf eigene Beine stellen mußte. Seit diesem Jahr trägt der Verein seinen heutigen Namen 'Schützengesellschaft Seebronn". Ein eigenes Gelände wurde erstanden und ein Schießplatz eingerichtet, eine Vorstandschaft gewählt und 1894 stand dann auch das erste Schützenhaus. Und seit dieser Zeit ging der Verein die Wege der meisten Vereine: Erweiterungen, Umbauten bedingt durch neue Disziplinen und Zielsetzungen.

Heute fast alle Schießsportdisziplinen auf moderner Anlage

Nachdem zuerst nur mit der Langwaffe (Luftgewehr, KK und Großkaliber) geschossen wurde, ist 1970 ein Pistolenstand entstanden und der Verein wurde durch eine Pistolensparte (Luftpistole, KK-Sportpistole und Großkaliber) erweitert. 1987 erfolgte die dritte Spartenerweiterung der Schützengesellschaft, die Bogensparte wurde gegründet, die heute die erfolgreichste Sparte (Feld und FITA) bildet.

So ist über die Zeit durch kameradschaftliche Zusammenarbeit und Eigenleistung insbesondere in den Jahren 1986 bis 1990 - aus dem Schießplatz mit Schießmauer ein moderner Schießbetrieb entstanden mit separaten Ständen: variable Langwaffenstände bis 100 Meter, 10 Pistolenbahnen 25 Meter inkl. Duellstände, separater Innen- Luftgewehr/Luftpistolen-Stand, 20 x 100 Meter Bogenschießanlage (bis 90 Meter).

Seebronn dient regelmäßig als Austragungsort von Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften. Die Aktuellste war die Landesmeisterschaft Bogen Fita vom 08.und 09. Juli dieses Jahres.

Kameradschaft, Geselligkeit und soziales Engagement

Ein Ehrenzug in der Stärke von 20 Mann ist traditioneller Bestandteil des Vereins und repräsentiert den Verein bei Anlässen wie Hochzeit, Taufe und Beerdigungen, aber auch bei anderen Vereins-, Verbands- und Festaktivitäten. Im regelmäßigen Wechsel werden zwischen Langwaffenschützen der Vereine Hailfingen, Iselshausen und Seebronn Freundschaftswettkämpfe ausgetragen.

In Gemeinschaftsleistung ist zusätzlich zu den Sportanlagen ein Vereinshaus ist entstanden, das für die 207 Mitglieder mit 85 aktiven Schützen, darunter 12 Jugendliche, keinen Wunsch offen läßt. Die angegliederte Vereinsgaststätte ist mit ihrer gutbürgerlichen Küche weit über die Ortsgrenzen bekannt.

Im regelmäßigen Wechsel mit den anderen Vereinen des Ortes richtet die SG Seebronn Altennachmittage aus und leistet damit einen Beitrag im sozialen Bereich der Gemeinde.


Sportliche Erfolge und Zielsetzungen

Generell sind zur Zeit Erfolge der Schützen in allen Sparten bis hin zur Bezirksmeisterschaft zu verzeichnen, darüber hinaus die Luftgewehr-Junioren und die Bogenschützen, die eine Säule der heutigen Vereinserfolge bildet. Jedoch weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt sind, bzw. waren zwei Mitglieder des Vereines: Leo Fischer in den Jahren 1888 bis 1929 und Manuela Kaltenmark in der heutigen Zeit.

Leo Fischer war nicht nur ein jeden Rahmen sprengender Funktionär des Vereines sondern auch als Schütze war er absolute Spitze. Überdurchschnittlich hohe Siege und Preise zeichneten ihn als Sportschützen aus. 1909 wurde er Landessieger beim Landesschießen in Freudenstadt und noch im Alter von 70 Jahren nahm er als einziger Aktiver der fünfköpfigen Seebronner Abordnung 1927 am Bundes-Schießen in München mit sehr großen Erfolg teil.

Heute ist zweifelsohne Manuela Kaltenmark die erfolgreichste Schützenkameradin und über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannt. Nicht nur als Bezirks- und Landesmeisterin in verschiedenen Bogen-Disziplinen ist sie eine herausragende Sportlerin, sie ist auch Deutsche Meisterin im Feldbogen und krönend platziert sie den 4ten Platz bei der Europameisterschaft im Feldbogen sowohl in der Damen-Einzel als auch in der Mannschaftswertung. Seit neuestem haben wir mit ihr sogar die amtierende Vizeweltmeisterin der Feldbogen-Disziplin in unseren Reihen, Manuela bildet damit das Vorbild in der sportliche Zielsetzung des Vereines.

 

 

Kurzporträt
Sportschützenverein Wendelsheim 1972 e.V.

Weitere Informationen bei Manfred Schramm,
Tel.: 0 74 72 - 2 42 84 / Fax: 0 74 72 - 91 50 60

 

Der Sportschützenverein Wendelsheim
- schwierige Neugründung nach dem Krieg

Der Wunsch in Wendelsheim Schießsport zu betreiben war schon früher vorhanden. Im Jahre 1926 wurde auf Wunsch des Veteranen- und Kriegervereines ein Schützenverein gegründet. Der Verein wurde später im Rahmen der Gleichschaltung dem damaligen Kyffhäuserbund zwangsweise angegliedert. Nach dem Kriege 1945 wurde der Verein aufgelöst, die Sportwaffen wurden beschlagnahmt und die Schießanlage vernichtet. Dies hat natürlich die damaligen Mitglieder schwer getroffen. In den Jahren 1950 bis 1960 wurde versucht den Verein wieder ins Leben zu rufen was aber bei der damaligen Gemeindeverwaltung auf wenig Gegenliebe stieß.

An der Kirbe 1972 trafen sich Karl Baur, Hans Norz, Bruno Fischer und Willi Renner im Festzelt. Dabei wurde der Gedanke an einen Schützenverein wieder aufgegriffen. Bereits am 18.10.1972 ist der Sportschützenverein Wendelsheim im Gasthaus Adler gegründet worden. Karl Baur wurde zum 1. Vorstand gewählt. In den nachfolgenden Sitzungen, die meistens bei Hans Norz in den ehemaligen Wirtschaftsräumen des Gasthauses Hirsch stattfanden, entschied man sich für den Anschluß an den Schwäbischen Schützenbund, 1975 schloß man sich dem Deutschen Schützenbund an.

Neuanfang mit sprichwörtlicher Schützenhilfe

Um sportlich etwas erreichen zu können brauchte man natürlich Trainingsmöglichkeiten. An den Bau von Schießanlagen war aus finanzieller Sicht natürlich noch nicht zu denken. So wurde mit dem Schützenverein Seebronn verhandelt. Der Schützenverein Seebronn ermöglichte damals 1 Trainingsabend pro Woche und stellte uns seine Anlagen und Sportwaffen zu Verfügung. Es konnte damals in Seebronn schon Luftgewehr, KK-Gewehr und Pistole geschossen werden.

So waren die Trainingsmöglichkeiten zunächst gesichert und wir werden die Unterstützung der Seebronner Kameraden nicht vergessen. Das erste neue Luftgewehr wurde über den Schwäbischen Schützenverband gekauft. Der Wettkampfbetrieb erstreckte sich damals auf Vergleichskämpfe die bis östlich von Urach reichten. Die ersten Ehrenscheiben und Leistungsabzeichen wurden errungen.

Engagement bei Einwohnerschaft gut angekommen

Am Wochenende des 23. und 24. Juni 1973 fand das erste Gartenfest des "Sportschützenvereines Wendelsheim e.V." im Hof von Florian Baur statt. Es war verbunden mit einem Bundes-Luftpistolenwettkampf der in Seebronn ausgetragen wurde. Trotz des verregneten Samstags war es ein sehr gelungenes Fest, denn am Sonntag bei schönem Wetter, konnte man sich über zahlreiche Besucher freuen.

Der Traum vom eigenen Schützenhaus

Das Schießen in Seebronn war natürlich für den Verein sehr günstig und bequem. Dies konnte aber den Traum vom eigenen Schießstand nicht unterbinden. Auch die Warnungen aus Seebronn "wenn ihr wüßtet was alles auf euch zukommt, wenn selbst gebaut wird", halfen nichts. Es mußte ein eigener Schießstand her. Daß die Seebronner natürlich recht hatten durfte in den folgenden Jahren jeder erfahren.

Der Beschluß zu bauen war gefaßt und von nun an alles auf dieses Ziel ausgerichtet. Bereits 1973 diskutierte der Ausschuß über einen vorliegenden Entwurf eines Schützenhauses. Die Gemeinde stellte das Gelände, Baumaterial wurde günstig besorgt und im Gemeindewald Holz eingeschlagen. Um Geld für die Baumaßnahmen zu erwirtschaften wurden Altmaterialsammlungen und Blutspendeaktionen, an denen sich auch viele Schützenfrauen beteiligten, durchgeführt. Der Verein beteiligte sich auch von nun am Festabzeichenverkauf bei der Fasnet in Rottenburg, was bis heute beibehalten wurde. So konnte ein Pfennig auf den anderen gelegt werden.


Das Schützenhaus wird gebaut

1976 wurde Willi Renner Vorstand. Ihm war es nun aufgetragen den vorbereiteten Bau auszuführen. Bei der Sitzung am 10. 11. 1976 konnte die Baugenehmigung vorgelegt werden. Durch die tatkräftige Mithilfe der Mitglieder nahm der Bau des 1. Abschnittes, der KK-Anlage Gestalt an. Bereits im August 1977 konnte der Schießstand abgenommen werden und die Vereinsmeisterschaften im Luftgewehr konnten schon auf dem eigenen Stand ausgetragen werden.

Schon während der Bauphase des 2. Abschnittes plante man Änderungen und Erweiterungen. Aus dem ursprünglich offen geplanten Luftgewehrstand wurde mit erheblichem Aufwand die jetzige Halle. Ab Spätsommer 1979 konnten die Bauarbeiten des 3. Abschnittes (Wirtschaft, Küche, WC-Anlagen) vorangetrieben werden. Im Dezember 1979 war der 3. Bauabschnitt soweit fertig, daß erstmals die Weihnachtsfeier in den eigenen Räumen stattfinden konnte.

1982 und damit rechtzeitig zum 10-jährige Jubiläum war das Schützenhaus fertig und konnte mit berechtigtem Stolz präsentiert und eingeweiht werden. Das Fest wurde mit Festzelt und Preisschießen gebührend gefeiert. Der Besucherandrang war riesig und das Fest ein voller Erfolg.

Reges Vereinsleben und sportliche Erfolge

Die nachfolgenden Jahre waren etwas ruhiger und konnten vermehrt dem eigentlichem Vereinszweck, nämlich dem Sportschießen gewidmet werden. Neben dem im Breitensportbereich seit 1979 jährlich durchgeführten Vereinspokalschießen ist der Verein seit 1983 Mitausrichter der jährlichen "Fahr Rad - und Schieß" - Veranstaltung der Vereine des oberen Gäues. Im Leistungssportbereich war der erste größere Erfolg der Aufstieg der 1. Luftgewehrmannschaft 1983 in die Bezirksliga.

Im Februar 1986 erfolgte wieder ein Wechsel in der Vorstandsschaft, Klaus Rebmann engagierte sich in den folgenden Jahren unter anderem stark in den sportlichen Bereichen und der Jugendarbeit. Bei der Generalversammlung im Dezember 1986 erfolgte die Präsentation der neuen Schützentracht. Es hatten sich einige Mitglieder zusammen gefunden, die bereit waren, die kostspielige Tracht selbst zu finanzieren. Der Ehrenzug war geboren. Seit dieser Zeit ist unser Ehrenzug ein fester Bestandteil bei allen repräsentativen Anlässen.


Mit weiterem Ausbau Schießsportangebot abgerundet

Die folgenden Jahre waren neben weiteren sportlichen Erfolgen vom Ausbau des Vereines geprägt. Im Juli 1993 konnte die schon lange gewünschte Bogenbahn eingeweiht werden. Der Verein konnte nun eine weitere schießsportliche Variante anbieten.

Unter Leitung des 1994 gewählten Vorstandes Manfred Schramm erfolgte danach die komplette Neugestaltung der Geschoßfänge sowie eine Neuüberdachung des KK-Raumes und des vorderen Teiles der Schießbahn. Dabei wurden sämtliche Wände und Decken mit einer Schalldämmung versehen. Der erhebliche Arbeits- und Kostenaufwand führte neben der Erfüllung gesetzlicher Auflagen zur Zulassung der Schießstände auch für Großkaliberschießen, so daß der Verein nunmehr alle gängigen Schießsportdiszplinen anbieten kann.

 

 

 

nach obenzum Seitenanfangnach oben

Copyright © 1999: Wilfried Fett - hier klicken zum Impressum und Haftungsausschluss
Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an wilfried.fett@t-online.de